1945-49 |
Alliierte Besatzung: Britische Besatzungszone |
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Mit 22,7 Millionen Menschen ist die britische Besatzungszone das bevölkerungsreichste Besatzungsgebiet. Sie umfasst den nordwestlichen Teil Deutschlands und ist 97.000 qkm groß. Die Hauptverwaltung des britischen Militärs (Control Commission of Germany, British Element (CCG/BE) residiert in Bad Oeynhausen. Oberkommandierender und Militärgouverneur der britischen Zone ist zunächst Feldmarschall Sir Bernard L. Montgomery, der 1946 von General Sir Brian Robertson abgelöst wird. Ein Jahr später als in der amerikanischen Zone werden auch in den von Großbritannien verwalteten Gebieten Länder gebildet. Am 23. August 1946 löst die britische Militärregierung die früheren preußischen Provinzen auf und gründet die Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein. Das Land Hannover wird am 1. November 1946 umgebildet und erhält den Namen Niedersachsen. Hamburg bleibt als Stadtstaat erhalten. Auf Anordnung der Briten bilden Rudolf Amelunxen (1888-1969) in Nordrhein-Westfalen, Hinrich Wilhelm Kopf (1893-1961) in Niedersachsen und Theodor Steltzer (1885-1967) in Schleswig-Holstein Landesregierungen. In Hamburg wird zunächst der parteilose Rudolf Petersen (1879-1962) als Oberbürgermeister eingesetzt, dem im November 1946 Max Brauer (1887-1973) folgt. Zur Beratung der Militärregierung "auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens" wird am 15. Februar 1946 der aus Vertretern von Parteien, Gewerkschaften und Verwaltungen bestehende Zonenbeirat in Hamburg geschaffen. Ihm gehören auch Konrad Adenauer und Kurt Schumacher an. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |