1945-49 |
Politischer Neubeginn: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) |
|
![]() ![]() |
Die Sowjetunion nutzt
in ihrer Zone von Anfang an die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
als Herrschaftsinstrument. Noch vor der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde
kehrt die erste Gruppe kommunistischer deutscher Emigranten unter Führung
von Walter
Ulbricht aus Moskau nach Berlin zurück. Am 11. Juni 1945 veröffentlicht
die KPD ihren Gründungsaufruf in Berlin. Die führenden Männer
sind Walter Ulbricht und Wilhelm
Pieck. Ihre Genossen besetzen sofort alle Schlüsselstellungen.
Fast bürgerlich, nicht revolutionär-sozialistisch gibt sich die
KPD im Gründungsaufruf: Der sowjetische Weg sei für Deutschland
kein Vorbild, die parlamentarische Demokratie Gebot der Stunde. Die KPD
tarnt damit ihren Machtanspruch. Ulbricht zu seinen Mitarbeitern: "Es muss
demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben". (db) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |