1945-49 |
Wiederaufbau und Wirtschaft |
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Durch den Zweiten Weltkrieg sind weite Bereiche Deutschlands in ein Trümmerfeld verwandelt. Die Infrastruktur ist weitgehend zerstört. In allen vier Besatzungszonen herrscht Wohnungs- und Nahrungsmangel. Die Versorgungslage der Bevölkerung ist katastrophal. Auf der Potsdamer Konferenz einigen sich die Siegermächte darauf, dass Deutschland daran gehindert werden muss, jemals wieder Krieg zu führen. Die alliierten Reparationsforderungen sollen durch Demontagen beglichen werden. Zusätzlich zu den Kriegsschäden verschlimmern die Demontagen noch die Lage der deutschen Wirtschaft. Neben den Demontagen greifen die Alliierten auch noch in andere Bereiche der Wirtschaft ein: In den Westzonen werden im Rahmen der Dekartellisierung zahlreiche Großunternehmen in kleinere Betriebe aufgelöst. In der sowjetischen Besatzungszone werden im Zuge der Entnazifizierung weitreichende Verstaatlichungen vorgenommen. Ziel ist hier die Einführung einer sozialistischen Zentralplanwirtschaft nach sowjetischem Muster. Das Vorgehen der UdSSR in Osteuropa und in ihrer Besatzungszone vergrößert
das Misstrauen der Westmächte und bewirkt eine Veränderung ihrer
Deutschlandpolitik. Deutlich wird dies in der Stuttgarter Rede des amerikanischen
Außenministers Byrnes
am 6. September 1946: Deutschland dürfe nicht in ein Armenhaus verwandelt
werden, und die USA werden dem deutschen Volk helfen, "seinen Weg zurückzufinden
zu einem ehrenvollen Platz unter den freien und friedliebenden Nationen
der Welt." Ihren sichtbarsten Ausdruck findet die amerikanische Hilfe
dann in dem im Juli 1947 verkündeten Marshallplan.
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