1945-49 |
Wiederaufbau und Wirtschaft: Schwarzmarkt |
|
![]() ![]() |
Die im Krieg eingeführte Bewirtschaftung aller Konsumgüter wird auch von den Besatzungsbehörden beibehalten. Doch die Zuteilung der auf den Lebensmittelkarten ausgewiesenen Rationen ist oftmals nicht gesichert. Der Schwarzmarkt wird daher ein wichtiger Faktor des alltäglichen Überlebens in der Nachkriegszeit. Besonders Stadtbewohner sind zu ihrer Versorgung auf den Schwarzmarkt oder die Tauschzentralen angewiesen. Devisen, Schmuck und andere Sachwerte werden dort gegen Nahrungs- und Genussmittel getauscht. "Ami-Zigaretten" werden anstelle der wertlosen Reichsmark zur Ersatzwährung. Vom Fahrradschlauch bis zur
komplizierten Maschine ist auf dem Schwarzmarkt fast alles zu bekommen,
vorausgesetzt, man hat entsprechende Gegenwerte zu bieten. Flüchtlinge und Ausgebombte,
die nichts zu tauschen haben, sind hingegen allein auf die kargen Lebensmittelrationen
angewiesen.
(ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |