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Beratung und Gespräch 14 - 17 Uhr
Mit der Amadeu Antonio Stiftung

Soziale Netzwerke sind digitale Orte, an denen menschenverachtende Aussagen längst alltäglich geworden sind. Rassismus, Frauenfeindlichkeit oder Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen sind im Netz nicht immer direkt erkennbar und können sich hinter Memes, Videos oder Bildern als „umstrittener Humor“ tarnen. Wird jedoch solchen abwertenden und verletzenden Aussagen (sogenannte Hatespeech oder Hassrede) nicht widersprochen, werden sie früher oder später als „normal“ empfunden. Die Folgen spüren nicht nur die Betroffenen. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen digitalem Handel und realer Gewalt. Deswegen muss über Hassrede aufgeklärt und dagegen vorgegangen werden. 

Wie erkennen wir Hatespeech und wer ist betroffen? Wer sind die die Urheberinnen oder Urheber und was können wir konkret entgegensetzen? Die Amadeu Antonio Stiftung zeigt die Dynamiken auf und gibt Tipps, wie wir durch Kommentare Haltung beziehen und uns so an der demokratischen Debatte im Netz beteiligen können. 

Die Veranstaltung ist Teil der neuen Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden während der Laufzeit der Ausstellung immer mittwochs und samstags zwischen 14 und 17 Uhr statt.

Die Amadeu Antonio Stiftung, gegründet 1998, hat das Ziel eine demokra-tische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich gegen Rechtsextremismus, Ras-sismus und Antisemitismus einsetzt. Sie unterstützt dafür entsprechende Ini-tiativen und Projekte finanziell und beratend. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

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Dr. Matthias Schulze, Foto: Jana Neumann

Vortrag und Gespräch mit dem Sicherheitspolitikexperten Dr. Matthias Schulze und dem Redakteur und Moderator Bernd Schekauski  

Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine gibt es neben den militärischen immer wieder auch Cyber-Angriffe – jedoch nicht in dem Ausmaß, welches Sicherheitsexperten erwartet hatten. Bereits bei der Invasion in Georgien 2008 und 2014 auf der Krim hatte Russland Cyberangriffe durchgeführt und gezeigt, dass es in der Lage ist, die Versorgung, die Organisation oder die Kommunikation seines Gegners zu stören. Warum aber verzichtet Russland im Ukrainekrieg bisher auf große Angriffe? Sind diese noch zu befürchten? Dr. Matthias Schulze klärt, wie der Krieg bisher im Digitalen verläuft, was hinter Begriffen, wie Wiper, Ransomware und DDoS steht, und welche Akteure hinter den Attacken stecken. Im Gespräch mit dem Politikredakteur Bernd Schekauski geht er zudem auf die Wahrscheinlichkeit von Cyber-Angriffen außerhalb der Ukraine ein und führt aus, wie gut Deutschland vor Angriffen geschützt wäre.


Dr. Matthias Schulze ist stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung für Wissenschaft und Politik in Berlin. Seine Forschungsgebiete sind Digitalisierung, Cyber-Sicherheitspolitik sowie Streitkräfte und Militär. Von 2012 bis 2017 promovierte er an der FSU Jena zum Thema „From Cyber-Utopia to Cyber-War. Normative Change in Cyberspace“.


Bernd Schekauski, Redakteur und Moderator, arbeitet beim Mitteldeutschen Rundfunk in den Bereichen Politik, Kulturberichterstattung und Hintergrund. 
 

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Juli 2022
Foto: Tima Miroshnichenko

Gespräch und Beratung 14 - 17 Uhr

Mit dem Hackspace dezentrale e. V.  
Eintritt frei

Das Internet soll funktionieren. Lästige Werbebanner schnell wegklicken, Cookies mal eben akzeptieren, weil es zu lange dauert, die Einstellungen durchzugehen und Newsletter abonnieren, um am Gewinnspiel teilzunehmen – Nutzerinnen und Nutzer nehmen das Datensammeln oft in Kauf, wenn sie online störungsfrei unterwegs sein wollen. Die Devise lautet: „Ich habe ja nichts zu verstecken“ oder „was sollen die schon mit meinen Daten?“ Zudem scheint der Aufwand recht groß, die Privatsphäre zu schützen, wenn digitale Anwendungen im Alltag nun mal notwendig sind. 


Zwei Mitglieder von dezentrale e. V., die sich seit Jahren mit dem Schutz von Privatsphäre im digitalen Raum beschäftigen, geben Besucherinnen und Besuchern praktische Tipps. Wie surfe ich sicherer und schneller im Internet? Wo kann ich Werbung vermeiden? Und wie kann ich verhindern, dass Firmen mich tracken? Interessierte können ihre eigenen Endgeräte (Smartphones und Tablets) mitbringen und sich die Tricks vor Ort am Beispiel zeigen lassen. Es geht nicht um „ganz oder gar nicht“, sondern vielmehr darum, Spuren im Netz zu reduzieren und zu erkennen, wann und wo das sinnvoll ist. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an Digitalprofis, sondern gerade auch an digitale Laien. 

Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Dezentrale e. V. ist ein Verein im Westen Leipzigs, in dem sich Technik- und Computerinteressierte treffen und austauschen. Er bietet Raum für Themen wie Netz-Aktivismus, den Schutz digitaler Privatsphäre, Computerspiele und Spiele mit Robotern. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

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Tandemrundgang #DeutschlandDigital 16.00–17.30 Uhr 

Mit Staatsanwalt Francke von der Sächsischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime (Generalstaatsanwaltschaft Dresden) 

Was passiert im Darknet? Ist es gefährlich, Kreditkartendaten in einem öffentlichen WLAN einzutippen? Und wie kann die Justiz den Menschen hinter einem Pseudonym wie „scissor12876“, ermitteln? Verbrechen im Internet sind für viele von uns schwer greifbar, weil sie unsichtbar passieren. Die Täterinnen und Täter agieren hoch professionell und greifen oft auf Strukturen zurück, die im Untergrund des World Wide Web agieren. Die Delikte, die online begangen werden, sind verschiedensten Felder der Kriminalität zuzuordnen – von der Beleidigung, über den Diebstahl von Unternehmensdaten bis hin zur Verbreitung von Kinderpornographie. Aber wie funktioniert die Ermittlung bei solchen digitalen Straftaten? Welche Gesetze regeln in einem weltweiten Netz, was gemacht werden darf und was nicht? Und was können wir selbst tun, um nicht Opfer digitaler Verbrechen zu werden?


Im Rahmen eines Rundgangs durch die Wechselausstellung #DeutschlandDigital erläutert Staatsanwalt Francke von der Sächsischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime, wie gegen Netzkriminalität ermittelt wird. Eine Mu-seumsmitarbeiterin stellt einzelne Objekte vor und fragt etwa, was die größten Gefahren für Unternehmen sind oder wie Hasskommentare verfolgt werden können. So erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in den Bereich Cyberkriminalität und lernen Gefahrenquellen selbst zu vermeiden. 


Der Rundgang ist Teil einer Reihe von Tandembegleitungen durch die Wechselausstellung #DeutschlandDigital mit je unterschiedlichem Schwerpunktthema. Eine Expertin oder ein Experte eines Fachgebiets, wie Psychologie oder Cyberkriminalität, und eine Museumsmitarbeiterin begleiten die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung und verdeutlichen das Thema anhand einzelner Objekte. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde und bietet im Anschluss die Gelegenheit, mit der Expertin oder dem Experten ins Gespräch zu kommen.


Die Zentralstelle Cybercrime Sachsen (ZCS) wurde 2016 bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden eingerichtet. Die Mitarbeitenden führen eigenständige Ermittlungsverfahren im Bereich der Computer- und Internetkriminalität, beraten und unterstützen andere sächsische Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und führen Fortbildungen im Bereich Cybercrime durch. Die ZCS arbeitet mit speziellen Ermittlerinnen und Ermittlern des Sächsischen Cybercrime Competence Center (SN4C) beim Landeskriminalamt Sachsen zusammen. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ist zudem federführend für das Projekt „Gemeinsam gegen Hass im Netz“ zuständig. 

Keine Anmeldung erforderlich.

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Film des Monats
In der Reihe „Baseballschlägerjahre“
Dokumentarfilm (D 1993, 45 Min, Regie: Esther Schapira)

Am 3. Oktober 1991, dem ersten „Tag der deutschen Einheit“, eskaliert die rassistische Gewalt. Ein Brandanschlag im niederrheinischen Hünxe bestimmt am nächsten Morgen die Schlagzeilen. Drei Jugendliche werfen in der Nacht zum 3. Oktober Molotowcocktails auf das örtliche Flüchtlingsheim. Dabei explodiert ein Brandsatz im Kinderzimmer einer libanesischen Geflüchtetenfamilie, wobei zwei junge Mädchen schwer verletzt werden. Ein Jahr später besucht die Journalistin Esther Schapira mit einem Kamerateam Hünxe. Den Müttern der jugendlichen Täter, deren Freunden, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitikern stellen sie Fragen danach, wie es zu dem Anschlag kommen konnte und wie er das Leben in der Kleinstadt verändert hat. Und sie lassen die Opfer zu Wort kommen. Der entstandene Dokumentarfilm ist ein eindrucksvolles Porträt des Anschlags und der Sprachlosigkeit, die ihm vorausging und folgte. 

Esther Schapira, 1961 in Frankfurt am Main geboren, ist eine deutsche Journalistin und Filmemacherin. Schapira studierte Germanistik, Anglistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Sie war leitende Fernsehredakteurin bei der ARD (hr) und Kommentatorin der Tagesthemen. Schwerpunkt ihrer redaktionellen Arbeit sowie als Filmemacherin und als Autorin sind die Themen Shoa, Rechtsextremismus, Islamismus, Israel und Nahost. Esther Schapira wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet mit Preisen wie dem Elisabeth-Selbert Preis, der Theodor-Lessing-Medaille und dem Prix Europa. Zu ihren ausgezeichneten Filmen gehören „Das Kind, der Tod und die Wahrheit – wer erschoss Mohammed Al Durah?“ und „Der Tag als Theo van Gogh erschossen wurde“. Seit 2021 ist sie freie Autorin und Moderatorin in Frankfurt am Main. 
 

Cybermobbing Foto: Forum für Kultur und Bildung
Foto: Forum für Kultur und Bildung

Beratung und Gespräch 14 bis 17 Uhr
Mit FKUB – Forum für Kultur und Bildung 

Soziale Medien wie Instagram, TikTok, Snapchat und Co. erfreuen sich heute großer Beliebtheit, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Dabei stoßen Heranwachsende neben kreativen, lustigen Videos und Bildern häufig auch auf beleidigende und diskriminierende Inhalte. Sie sind selbst Gerüchten, Bildmontagen oder beleidigenden Nachrichten ausgesetzt – sie erleben Cybermobbing – oder beobachten es bei anderen. Einige Minderjährige werden gezielt im Netz angesprochen, um sexuelle Kontakte herbeizuführen und werden Opfer von Cybergrooming. Problematisch ist ebenso, dass junge Menschen oft denken, bei diesen Chats oder Anfeindungen von anderen mitmachen zu müssen. Sie sind getrieben von FOMO – „Fear of missing out“ (Angst, etwas zu verpassen).

Was heißt das für Kinder und Jugendliche? Wie können sie reagieren, wenn sie selbst betroffen sind oder es bei anderen beobachten? Und sollten Eltern die Social-Media-Posts ihrer Kinder kontrollieren? Eine Medienpädagogin des Forums für Kultur und Bildung, KUB, gibt Tipps zu Begleitung, Prävention und Intervention. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.

Das Forum für Kultur und Bildung, FKUB, ist ein Unternehmen in Leipzig, das Weiterbildungen für Kunst- und Kulturschaffende sowie Bildungsträger anbietet. Ziel ist die Professionalisierung der Kunst- und Kulturszene auch in digitalen Belangen. 


Keine Anmeldung erforderlich. 
 

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Porträt der Studentin Lea Salchert
Lea Salchert, Foto: privat
Plakat zur Eröffnung des Arbeitskreises Homosexualität
Plakat zur Eröffnungsveranstaltung des Arbeitskreises Homosexualität, Foto: Christian Pulz

Vortrag und Gespräch mit Lea Salchert (Studentin Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig

Als sich eine kleine Selbsthilfegruppe homosexueller Menschen Anfang 1982 an die Evangelische Studentengemeinde Leipzig wandte und darum bat, einen Arbeitskreis Homosexualität gründen zu dürfen, wussten die Betreffenden noch nicht, dass sie damit einen der Grundsteine für die Homosexuellen-Bewegung der DDR legten. Ganze 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten am 25. April 1982 die Eröffnungsveranstaltung des Arbeitskreises, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, die „Homosexuellen-Problematik praktisch und durch die Betroffenen selbst“ aufzuarbeiten.
 
Diese Gründung und die folgenden Unternehmungen des Arbeitskreises blieben nicht unbemerkt. Spätestens seit 1984 überwachte das Ministerium für Staatssicherheit im Operativen Vorgang „Bruder“ mit Hilfe von Inoffiziellen Mitarbeitern den Leipziger Arbeitskreis. Und auch mit der Kirchenleitung gerieten die Homosexuellen in Konflikt: Eine theologische Auseinandersetzung um das christliche Verständnis von Homosexualität entbrannte innerhalb der Landeskirche, während auch die Kirchenleitung sich uneinig war, ob man die Arbeit homosexueller Menschen in der Landeskirche zulassen sollte.
Auf welchen Umgang mit Homosexualität in der DDR lassen die Tätigkeit des Arbeitskreises und auch die Reaktionen von Kirche, Staat und Partei schließen? Inwiefern kann wirklich von einem „Dach der Kirche“ gesprochen werden, unter das homosexuelle Menschen sich stellten? Diesen Fragen geht die Studentin Lea Salchert in ihrer Staatsexamensarbeit nach.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte“. Einmal im Quartal geben Studierende und Absolventinnen bzw. Absolventen des Historischen Seminars der Universität Leipzig im Fo-rum live Einblicke in ihre Forschungsprojekte. Besucherinnen und Besuchern eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf die universitäre Forschung und lädt zum Mitdiskutieren ein.

Lea Salchert absolvierte nach dem Abitur in Dresden einen Bundesfreiwilligendienst im Krankenhaus Dresden-Neustadt. Seit 2017 studiert sie Lehramt für Deutsch und Geschichte an der Universität Leipzig. Sie ist studentische Hilfskraft am Lehrstuhl Geschichtsdidaktik sowie Archivbeauftragte der Evangelischen Studierendengemeinde Leipzig.
 

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Moderatorin: Doreen Reinhard ©Frauke Thielking

Lesung 
Mit dem Autor Prof. Dr. Rainer Eckert und der Moderatorin Doreen Reinhard 
In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Verlag

Rainer Eckert beschreibt in seinen Erinnerungen ein ebenso typisches wie ungewöhnliches »Leben im Osten«, eine spannende Vita, die sich an den gesellschaftlichen Zwängen reibt. Zäsuren sind etwa Eckerts Engagement in der Jungen Gemeinde, die Zerstörung der Familie durch die Grenzschließung 1961, der Protest gegen die Sprengung der Potsdamer Garnisonkirche. Sein Studium endet 1972 mit der Relegierung und »Bewährung in der Produktion«. Die Staatssicherheit ermittelt gegen ihn und versucht, ihn zur Mitarbeit zu erpressen. Daneben gibt es auch privates Lebensglück. Mit der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung ergeben sich neue Lebenswege.

Prof. Dr. Rainer Eckert, geb. 1950, ist Historiker und Politikwissenschaftler und leitete 1997 bis 2015 das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Geschichte des Nationalsozialismus, Opposition und Widerstand in der DDR, die Geschichte der friedlichen Revolution und Herausforderungen der Geschichtspolitik. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftspolitischer Gremien und lebt in Berlin.

Doreen Reinhard, geboren in Dresden und bis heute in der Stadt verwurzelt. Seit 2008 freie Journalistin. Porträts über Menschen mit all ihren Möglich- und Unmöglichkeiten, Reportagen von den seltsamsten Plätzen in Ostdeutschland. Dabei gern Pfadfinderin für all jene, die den Osten nicht so richtig verstehen.

 

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Alte Handheld-Konsolen in einer Vitrine
Testen alter Computerspiele

Aktivangebot mit dem Haus der Computerspiele 14.00–17.00 Uhr 

Welches war Ihr erstes digitales Spiel? Haben Sie Bausteine bei Tetris gestapelt, mit Pong Tischtennis gezockt oder sind mit Super Mario durch die Welten bis zur Prinzessin gesprungen? Ganz gleich, ob diese Spiele Teil Ihrer Erinnerung sind oder nicht, alte Computerspiele machen auch heute noch Spaß. Sie gelten als erstes rein digitales Medium und haben in den letzten 50 Jahren seit Bestehen große Entwicklungen in Sachen Design, Handhabung und Technik durchlaufen. Ihre Themen und Bildsprachen spiegeln zugleich immer auch den Zeitgeist wider. Bis in die heutige Zeit dienen alte Computerspiele zudem als Inspiration für Kreative, die mit den Motiven Kunstwerke entwickeln oder die Spielmelodien in neuen Musikstücken verarbeiten. 


René Meyer, der Gründer des Hauses der Computerspiele, hat die weltgrößte Sammlung historischer Spielsysteme. Er bringt rund 20 Konsolen, Heimcomputer und Spiele mit in das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig – nicht zum Anschauen, sondern zum selbst spielen. In der Wechselausstellung #DeutschlandDigital können Besucherinnen und Besucher weitere digitale Spielarten erkunden und in andere Themen eintauchen. Daher ist das Angebot sowohl für Zockerinnen und Zocker als auch für die nicht-spielbegeisterten Familien-mitglieder geeignet. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Das Haus der Computerspiele, gegründet von René Meyer, ist eine Sammlung zur Geschichte und Kultur der digitalen Unterhaltung. Die über 30.000 Exponate sind nicht in einer eigenen Dauerausstellung zu sehen, sondern werden ausgewählt auf Messen, Kongressen, Festivals, in Hochschulen und Museen präsentiert. 

Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie
 

Prospekt, Foto: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig/Anja Hesse-Grunert

Beratung und Gespräch 14 - 17 Uhr
Mit dem Seniorentreff Leipzig Mitte

Eintritt frei


Das Bedienen von Smartphones, Tablets oder Computern ist für ältere Menschen oft eine große Herausforderung. Aus Angst, etwas falsch zu machen, werden die Geräte gemieden und damit auf gesellschaftliche Teilhabe verzichtet. Die Fahrt mit dem Zug, ein Termin bei einer Behörde oder der Kauf eines Geschenks sind ohne digitale Kompetenzen jedoch schwerer geworden. 


Deswegen hat es sich der Seniorentreff Leipzig Mitte zu einer Kernaufgabe gemacht, Menschen in ihrem digitalen Alltag zu helfen. Zwei Vertreterinnen des Seniorentreffs sind spezialisiert auf hilfreiche Tipps – sowohl für ältere Menschen als auch für jüngere Generationen, die Seniorinnen und Senioren in der Familie oder im Freundeskreis helfen wollen. Wie erklärt man eine App? Wie nimmt man die Angst vor digitalen Medien? Und was soll man sagen, wenn Oma das „Internet gelöscht“ hat? Durch die Gespräche und Beratung sollen das Verständnis füreinander und das Engagement älterer Menschen in der digitalisierten Welt gestärkt werden. 

Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Der Seniorentreff im Stadtbezirk Leipzig-Mitte gehört zum Caritasverband Leipzig e. V. Hier werden Seniorinnen und Senioren zu allen Themen des Älterwerdens beraten und gemeinsame Aktivitäten durchgeführt. Seit 2021 ist das Büro ein Erfahrungsort der bundesweiten Initiative „DigitalPakt Alter“. Damit werden Angebote gefördert, die älteren Menschen helfen, sich im digitalisierten Alltag zurechtzufinden.

Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie
 

Gespräch 14 - 17 Uhr

Mit Foodsharing e. V. 

Bedarfsgerecht einkaufen, Lebensmittel nicht wegwerfen, Teilen – all das klingt nach recht analogen Aktionen, die wenig mit der Digitalisierung zu tun haben. Doch für den Verein Foodsharing e. V. ist die digitale Plattform das Herz der Gemeinschaft. Über sie kommunizieren die Mitglieder nicht nur ihre Ideen, sondern organisieren sich komplett. Lebensmittelbetriebe, Länden und Supermärkte rufen an, und kurze Zeit später ist das Angebot auf der Plattform. Nun können sich Ehrenamtliche finden und eintragen, die die Lebensmittel abholen. Die Vereinsmitglieder kommunizieren auch primär digital. Nur gegessen wird analog. 


Vertreterinnen und Vertreter von Foodsharing e. V. aus Leipzig geben den Besucherinnen und Besuchern des Museums einen authentischen Einblick in die digitale Vereinsorganisation. Sie gehören mit ihrer Plattform zu den Vorreitern in Deutschland, wo Vereine oft noch mit papierenen Dokumenten hantieren. Wie kann das Digitale mit Ehrenamtlichen gelingen und wo gibt es Schwierigkeiten? Das erklären die Lebensmittelretterinnen und -retter bei der Veranstaltung nicht nur interessierten Mitgliedern von Vereinen, sondern allen, die Lebensmittel lieben. Schließlich landet allein in Deutschland über ein Drittel aller produzierten Lebensmittel in der Tonne.


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Foodsharing e. V. wurde 2012 als bundesweit agierende Umweltbewegung gegründet und hat das Ziel, Lebensmittel vor dem Müll zu retten. Ehrenamtliche holen in ganz Deutschland die Lebensmittel von Unternehmen ab und verteilen sie kostenfrei unter anderem in Obdachlosenheimen, Schulen und Kindergärten, über öffentliche „Fair-Teiler“ oder an ihre Nachbarschaft und Bekannten. Die gesamte Organisation funktioniert über die Internetplattform foodsharing.de, die mittlerweile über 455.000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

Logo des Leipzig eSports e.V.
Logo des Leipzig eSports e.V.

Aktivangebot und Gespräch 14 bis 17 Uhr
Mit Leipzig eSports e. V.
 

E-Sports sind zu einem Trend abseits der Nische geworden. Mehrere Menschen treten in einem Computerspiel gegeneinander an. Das geht mittels Konsole oder PC. Mittlerweile hat sich der digitale Sport professionalisiert. Bei wichtigen Wettkämpfen kommt ein Millionenpublikum per Livestream oder ganz analog in großen Stadien zusammen. Unternehmen fördern die Stars der Branche und bauen eigene Mannschaften auf.

Der Leipzig E-Sports e. V. holt diesen Trendsport in die Ausstellung. Mitglieder des Vereins beantworten den Besucherinnen und Besuchern Fragen, wie: Was sind E-Sports, welche Muskeln werden benötigt oder warum liegen E-Sports so im Trend? Außerdem laden sie die Besucherinnen und Besucher dazu ein, in dem klassischen Spiel Mario Kart gegeneinander anzutreten oder mit einem Vereinsprofi zu spielen.   


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Leipzig eSports e. V., gegründet 2016, ist einer der ersten deutschen E-Sportvereine mit Fokus auf Jugendarbeit und Breitensport. Die Mitglieder üben ihren Sport mit Gleichgesinnten aus und informieren in der Öffentlichkeit über den pädagogischen Wert für junge Menschen.

Keine Anmeldung erforderlich. 
 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

Inhalte eines Westpakets
Foto: ZFL

Warum war Deutschland geteilt? Und wie haben die Menschen damit gelebt? Bei diesem begleiteten Rundgang können Kinder unsere Dauerausstellung kennenlernen. Sie erfahren, wie die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten nahezu unüberwindbar wurde und wie die Menschen trotzdem miteinander in Verbindung blieben. Gemeinsam packen alle Kinder ein Westpaket aus und machen sich Gedanken über den Stellenwert von Kaffee, Backzutaten und Zahncreme in einer Mangelgesellschaft. Dabei entdecken sie zahlreiche Facetten des Alltags in der DDR.

für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren
Informationen und Anmeldung unter besucherdienst-leipzig@hdg.de oder 0341-2220400

Weitere Termine:
Donnerstag, 28. Juli 2022, 14-15 Uhr
Donnerstag, 18. August 2022, 11-12 Uhr
Donnerstag, 25. August 2022, 14-15 Uhr
 

Das Spiel "Going South" von der mb21-Preisträgerin Katja Undeutsch
Das Spiel "Going South" von der mb21-Preisträgerin Katja Undeutsch

Vorführung und Gespräch 14.00–17.00 Uhr 
Mit dem Medienkulturzentrum Dresden e. V.
 

Computerspielen kann fast jede und jeder. Aber ein Spiel selbst programmieren? Einen Comic am Computer animieren oder einen Film drehen und schneiden? Diese digitalen Hobbies sind nicht einfach als Rumdaddeln abzutun. Es sind Fähigkeiten und Projekte, die Anerkennung verdienen. Der Deutsche Multimediapreis mb21 ist der einzige bundesweite Preis, der jährlich digitale Arbeiten und Projekte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auszeichnet. Gegründet 1998 hat er sich zu einem der wichtigsten Foren für digitale Medienkultur in Deutschland entwickelt und viele junge Menschen dazu bewegt, ihre Projekte einzureichen. Auch 2022 können sich Kreative – egal ob aus dem Bereich YouTube, Blogging, Game-Entwicklung oder Robotic etc. – bis 15. August mit ihren Arbeiten bewerben. 


Im OpenSpace der Ausstellung #DeutschlandDigital sind einzelne Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre zu Gast, um ihre Projekte zu zeigen und andere zu animieren, sich mit digitalen Medien auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher können selbst die Grundlagen kennenlernen, wie ein Computerspiel programmiert, ein Kurzfilm grafisch umgesetzt oder ein Plattenspieler aus Lego entwickelt wird. Die Kinder und Jugendlichen erzählen, wie sie zu ihrem Hobby kamen und wie das digitale Spielen ihr Leben bereichert. Das Angebot richtet sich besonders an Familien und junge Erwachsene. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Das Medienkulturzentrum Dresden e. V., gegründet 1993, hat das Ziel, die Nutzung von Medien für Bildung, Kultur und Kommunikation für alle Altersgruppen zu fördern. Dabei setzt der Verein auf medienpädagogische, medienkünstlerische und kulturelle Angebote. Der Verein betreut den Deutschen Multimediapreis mb21 seit 1998. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie
 

Gespräch 14 - 17 Uhr
Mit einer Projektmitarbeiterin der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 
Eintritt frei

Wie stellt man die Digitalisierung mit analogen Mittel dar? Was passiert, wenn Gegenstände plötzlich viel größer sind als gedacht und was, wenn sie gar nicht ankommen? Die Digitalisierung beschäftigt von Beginn an auch Kulturträger auf inhaltlicher Ebene, und die Ausstellung #DeutschlandDigital ist ein Ergebnis davon. Wie aber zeigt sich eine digitale Entwicklung im Museum? Von wem bekommt das Museum passende Gegenstände und was passiert nach der Ausstellung mit ihnen? Das Haus der Geschichte hat #Deutschland-Digital während der Pandemie auf den Weg gebracht, in einer Zeit, in der die Digitalisierung noch einmal einen riesigen Sprung nach vorne machte. Welche Herausforderungen dadurch entstanden und wie sie gelöst wurden – auch dazu gibt diese Veranstaltung Antworten. 


Birte Launert, Projektmitarbeiterin der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, berichtet von ihren ganz persönlichen Höhe- und Tiefpunkten während der Ausstellungsentwicklung und verrät, was alles für Besucherinnen und Besucher normalerweise im Verborgenen bleibt.

Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie
 

Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Punctum/Stefan Hoyer
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Punctum/Stefan Hoyer

Die Teilnehmenden schnuppern in die Grundlagen des Programmierens und können selbst einen Malroboter steuern. Wer tiefer eintauchen will, bekommt komplexere Aufgaben von der Medienpädagogin vor Ort. Der Einstieg ist laufend möglich. Die Eltern können selbst mitmachen oder währenddessen in spannende digitale Welten in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital eintauchen. 

Die Kolleginnen von KF Education erwarten Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene zwischen 14.00 und 17.00 Uhr vor der Ausstellung #DeutschlandDigital, im Foyer im 3. Obergeschoss. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Inhalte eines Westpakets
Foto: ZFL

Warum war Deutschland geteilt? Und wie haben die Menschen damit gelebt? Bei diesem begleiteten Rundgang können Kinder unsere Dauerausstellung kennenlernen. Sie erfahren, wie die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten nahezu unüberwindbar wurde und wie die Menschen trotzdem miteinander in Verbindung blieben. Gemeinsam packen alle Kinder ein Westpaket aus und machen sich Gedanken über den Stellenwert von Kaffee, Backzutaten und Zahncreme in einer Mangelgesellschaft. Dabei entdecken sie zahlreiche Facetten des Alltags in der DDR.

für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren
Informationen und Anmeldung unter besucherdienst-leipzig@hdg.de oder 0341-2220400

Weitere Termine:
Donnerstag, 18. August 2022, 11-12 Uhr
Donnerstag, 25. August 2022, 14-15 Uhr

 

Der Bügelperlenplattenspieler von mb21-Preisträger Quinn Lemnitzer
Der Bügelperlenplattenspieler von mb21-Preisträger Quinn Lemnitzer

Vorführung und Gespräch 14.00–17.00 Uhr 
Mit dem Medienkulturzentrum Dresden e. V.
 

Computerspielen kann fast jede und jeder. Aber ein Spiel selbst programmieren? Einen Comic am Computer animieren oder einen Film drehen und schneiden? Diese digitalen Hobbies sind nicht einfach als Rumdaddeln abzutun. Es sind Fähigkeiten und Projekte, die Anerkennung verdienen. Der Deutsche Multimediapreis mb21 ist der einzige bundesweite Preis, der jährlich digitale Arbeiten und Projekte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auszeichnet. Gegründet 1998 hat er sich zu einem der wichtigsten Foren für digitale Medienkultur in Deutschland entwickelt und viele junge Menschen dazu bewegt, ihre Projekte einzureichen. Auch 2022 können sich Kreative – egal ob aus dem Bereich YouTube, Blogging, Game-Entwicklung oder Robotic etc. – bis 15. August mit ihren Arbeiten bewerben. 


Im OpenSpace der Ausstellung #DeutschlandDigital sind einzelne Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre zu Gast, um ihre Projekte zu zeigen und andere zu animieren, sich mit digitalen Medien auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher können selbst die Grundlagen kennenlernen, wie ein Computerspiel programmiert, ein Kurzfilm grafisch umgesetzt oder ein Plattenspieler aus Lego entwickelt wird. Die Kinder und Jugendlichen erzählen, wie sie zu ihrem Hobby kamen und wie das digitale Spielen ihr Leben bereichert. Das Angebot richtet sich besonders an Familien und junge Erwachsene. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Das Medienkulturzentrum Dresden e. V., gegründet 1993, hat das Ziel, die Nutzung von Medien für Bildung, Kultur und Kommunikation für alle Altersgruppen zu fördern. Dabei setzt der Verein auf medienpädagogische, medienkünstlerische und kulturelle Angebote. Der Verein betreut den Deutschen Multimediapreis mb21 seit 1998. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

 

Vorschau

Inhalte eines Westpakets
Foto: ZFL

Warum war Deutschland geteilt? Und wie haben die Menschen damit gelebt? Bei diesem begleiteten Rundgang können Kinder unsere Dauerausstellung kennenlernen. Sie erfahren, wie die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten nahezu unüberwindbar wurde und wie die Menschen trotzdem miteinander in Verbindung blieben. Gemeinsam packen alle Kinder ein Westpaket aus und machen sich Gedanken über den Stellenwert von Kaffee, Backzutaten und Zahncreme in einer Mangelgesellschaft. Dabei entdecken sie zahlreiche Facetten des Alltags in der DDR.
 

für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren
Informationen und Anmeldung unter besucherdienst-leipzig@hdg.de oder 0341-2220400

Weiterer Termin:
Donnerstag, 25. August 2022, 14-15 Uhr

 

Inhalte eines Westpakets

Warum war Deutschland geteilt? Und wie haben die Menschen damit gelebt? Bei diesem begleiteten Rundgang können Kinder unsere Dauerausstellung kennenlernen. Sie erfahren, wie die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten nahezu unüberwindbar wurde und wie die Menschen trotzdem miteinander in Verbindung blieben. Gemeinsam packen alle Kinder ein Westpaket aus und machen sich Gedanken über den Stellenwert von Kaffee, Backzutaten und Zahncreme in einer Mangelgesellschaft. Dabei entdecken sie zahlreiche Facetten des Alltags in der DDR.

für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren
Informationen und Anmeldung unter besucherdienst-leipzig@hdg.de oder 0341-2220400

 

Porträtfoto der Kulturanthropologin Sabine Hess
Sabine Hess, Foto: Universität Göttingen
Porträtfoto des Lyrikers Max Czollek
Max Czollek, Foto: zehnSeiten
Porträtfoto des Journalisten Oliver Reinhard
Oliver Reinhard, Foto: Marlen Mieth

Interaktives Gespräch mit Dr. Max Czollek (Politikwissenschaftler, Lyriker) und Prof. Dr. Sabine Hess (Direktorin des Göttingen Centers for Global Migration Studies), Moderation: Oliver Reinhard (Sächsische Zeitung)
Im Rahmen des Festivals "Leipzig denkt"
Eintritt frei

Migration verändert unsere Gesellschaft. Sie wird diverser, kulturell und weltanschaulich vielfältiger. Fragen nach Identitäten und Partizipation wer-den neu verhandelt. Ob dieser Prozess positiv oder negativ zu bewerten ist, wird heftig, teils aggressiv, diskutiert. Fakt ist aber, so formulieren es Migrationsforscherinnen und -forscher verschiedener Fachbereiche: Die heutige Gesellschaft ist postmigrantisch. Migration hat einen Status quo geschaffen, der nicht mehr rückgängig zu machen, sondern von Politik und Öffentlichkeit in seinen Konsequenzen zu gestalten ist.

Über diese These und Schlussfolgerungen daraus kommen am 6. Oktober der Politikwissenschaftler und Lyriker Max Czollek und die politische Anthropologin Sabine Hess im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig ins Gespräch. Czollek sorgte 2019 mit seinem Buch „Desintegriert euch!“ für Aufsehen, weil er gegen eine „allein selig machende Leitkultur“ anschrieb und gängige Klischees vom „guten Migranten“ auf den Prüfstand stellte. Sabine Hess sorgte unter anderem 2020 für Diskussionsstoff, als sie die europäische Flüchtlingspolitik als eine „Politik des Sterbenlassens“ brandmarkte.

Das Gespräch moderiert Oliver Reinhard, Redakteur der Sächsischen Zeitung. Für das Publikum gilt: Einmischen erwünscht!

Die Veranstaltung ist Teil des Programms von „Leipzig denkt: Alarm und Utopie“, einem interdisziplinären Festival für dialogische und künstlerisch-performative Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Fragen.


Sabine Hess ist Professorin für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migrations- und Grenzregimeforschung sowie politische Anthropologie, kulturanthropologische Geschlechterforschung. Sie ist Mitbegründerin des europäischen Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und leitet seit 2018 als Direktorin das Centre für globale Migrationsforschung der Universität Göttingen. Zudem ist sie im Vorstand des „Rats für Migration“.

Max Czollek ist Politikwissenschaftler und Lyriker und lebt in Berlin. Er ist Teil des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber des Magazins „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“. Mit Sasha Marianna Salzmann initiierte er den Desintegrationskongress 2016 sowie die Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 am Maxim Gorki Theater Berlin, Studio Я. Seit 2021 ist Czollek Ko-Kurator des Projekts „Coalition for a Pluralistic Public Discourse (CPPD)“; 2022 kuratierte er die Ausstellung „Rache – Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt am Main sowie die vierteilige Reihe „Lieder für das Jetzt“ für das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling mit. Max Czollek veröffentlichte mehrere Gedichtbände und Essays.

Oliver Reinhard ist stellvertretender Feuilleton-Chef der Sächsischen Zeitung. Er studierte Geschichte, Medienwissenschaft und Hispanistik, grün-dete das Campusradio in Paderborn und arbeitete als freier Mitarbeiter bei Lokalzeitungen, dem MDR Radio1, dem ARD-Magazin „Brisant“ und dem MDR-Magazin „Hier ab Vier“. Seit 1998 ist er Redakteur bei der Sächsischen Zeitung. 

Veranstaltungsfotografie