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September 2022
Lehrender bei einem digitalen Kochkurs vor Kameras, Foto: vhs Leipzig
Lehrender bei einem digitalen Kochkurs vor Kameras, Foto: vhs Leipzig
Mann macht Sportübungen auf der Matte vor seinem Laptop-Bildschirm, Foto: vhs Leipzig
Mann macht Sportübungen auf der Matte vor seinem Laptop-Bildschirm, Foto: vhs Leipzig

Gespräch 14 bis 17 Uhr 
Mit Peter Kabitzsch von der Volkshochschule Leipzig

Durch die Pandemie haben wir gelernt, dass viele unserer Freizeitaktivitäten auch online funktionieren. Natürlich ist es nicht das gleiche, aber es geht. Wir rollen unsere Yogamatte vor dem Bildschirm aus, treffen uns zum Sprachaustausch in digitalen Räumen und richten Kamera und Mikro auf uns, um unsere Fortschritte beim Gitarre spielen zu zeigen. Auch die Anbieter von Weiterbildungskursen mussten sich auf die neue Situation einstellen und haben Online-Kurse angeboten. Einiges davon haben sie beibehalten, selbst nachdem Präsenzveranstaltungen wieder möglich waren. 

Die Volkshochschule Leipzig etwa hat aktuell noch fast 200 Online-Kurse in ihrem Programm. #vhsDaheeme heißt das Angebot – von Seminaren zur politischen Weiterbildung über Sprachkurse bis hin zu Online-Fitness- und Kochkursen ist einiges dabei, was direkt vom heimischen Bildschirm aus oder un-terwegs besucht werden kann. Warum werden diese Angebote fortgeführt? Wann ist das digitale Lernen besser als das analoge? Und bei welchen Kursen braucht es weiterhin den unmittelbaren Kontakt zwischen den Menschen? 

Peter Kabitzsch von der Volkshochschule Leipzig teilt seine Erfahrungen und die seiner Kolleginnen und Kollegen aus den letzten beiden Jahren mit den Besucherinnen und Besuchern. Er geht darauf ein, was online sehr gut erlernbar ist und wie die Volkshochschule ihre Angebote angepasst hat. Was ist ihr Fazit, was geht und was nicht? Ist Online-Lernen im Endeffekt eine individuelle Typsache? 

Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartne-rinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote werden an ausgewählten Mittwoch- und Samstagnachmittagen zwischen 14 und 17 Uhr angeboten. Die Besucherinnen und Besucher können während des gesamten Zeitraums mitmachen, erzählen und verweilen. 

 

Die Volkshochschule Leipzig ist das kommunale Weiterbildungszentrum für alle Leipzigerinnen und Leipziger. Sie führt ihre Angebote in Präsenz und online jedes Semester mit ca. 750 freiberuflichen Kursleiterinnen und Kursleitern durch. Ihre Aufgabe ist, das lebensbegleitendes Lernen zu sozialverträglichen Entgelten zu ermöglichen. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

 

 

Mit Prof. Ursula Klingmüller (Leiterin der Abteilung „Systembiologie  der Signaltransduktion“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg und Mitglied im Deutschen Ethikrat, angefragt), Prof. Hans Lehrach (Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin), Prof. Dr. Arno Villringer (Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und Leiter der Tagesklinik am Universitätsklinikum Leipzig) 
Moderation: Lilo Berg (Wissenschaftsjournalistin, Berlin)
In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig

Erbgut, Lebensstil, Geschlecht und Alter – es gibt viele Faktoren, die unsere Gesundheit und den Verlauf von Krankheiten beeinflussen. Die Gesundheitsforschung entwickelt sich immer stärker dahin, diese individuellen Voraussetzungen zu berücksichtigen und daraus maßgeschneidert die Bedürfnisse für die Einzelne oder den Einzelnen abzuleiten. Jeden Menschen individuell bestmöglich zu behandeln – die Vision rückt näher. Die sogenannte personalisierte Medizin erfasst schon jetzt die eigenen biologischen Voraussetzungen und den Lebensstil, sie vermisst das Erbgut oder die speziellen Merkmale von erkranktem Gewebe. In Zukunft will sie noch mehr: Sie will virtuelle Patientinnen und Patienten bauen. Anhand von komplexen Computermodellen soll sie Erkrankungen hochpräzise vorhersagen und Ärztinnen sowie Ärzten helfen, die maßgeschneiderte Therapie zu berechnen. Aber wie realistisch ist das? Lassen sich damit Kranke tatsächlich erfolgreicher behandeln – und wenn ja, zu welchem Preis? Was bedeutet die neue Medizin für jede und jeden von uns? Wie steht es um das Vertrauen zu Ärztinnen und Ärzten? Und was passiert mit den Daten?
 

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Inke Sommerlang
Inke Sommerlang
Jonas Galm
Jonas Galm
Lina Klöpper
Lina Klöpper
Simon Stursberg
Simon Stursberg
Marsha Richarz
Marsha Richarz
Nils Straatmann
Nils Straatmann

Poetry Slam 
mit Lina Klöpper, Marsha Richarz, Nils Straatmann, Simon Stursberg (alle Leipzig) und Jonas Galm (Hildesheim)
Moderation: Inke Sommerlang (Leipzig)

In Kooperation mit Livelyrix e. V. 

Hasskommentare sind laut und drängen sich in den Vordergrund. Das Netz und die sozialen Medien sind voll von rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder anderen menschenverachtenden Kommentaren. In der (vermeintlichen) Anonymität des digitalen Raums fallen Beleidigen und Bedrohen besonders leicht. Zum Teil mit einschneidender Wirkung: Hassrede kann die Adressatinnen und Adressaten schwer treffen, sogar Leben zerstören. Hingegen sind konstruktive und positive Kommentare im Netz oft leise und treten angesichts der Wucht des Hasses in den Hintergrund. 

Beim Hatespeech Slam am 30. September wollen wir den diskriminierenden Aussagen etwas Lautes entgegensetzen und ihnen mit Poesie begegnet. Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig und der Livelyrix  e. V. holen Poetinnen und Poeten auf die Bühne, die sich mit Hasskommentaren auf kunstvolle und wortgewandte Weise auseinandersetzen. Sie verarbeiten eigene erhaltene Kommentare und Erfahrungen und lassen die Perspektive der Betroffenen laut werden – mit Sensibilität, Ernst und auch Humor. 

Der Hatespeech Slam ist angelehnt an einen Poetry Slam, wobei die Autorinnen und Autoren mit ihren Texten gegeneinander antreten. Schließlich entscheidet das Publikum, welcher Text den Hass ganz besonders leise werden lässt.

Wenn Sie von Hatespeech betroffen sind und Unterstützung suchen, können Sie sich an die Organisation HateAid wenden:

Tel. 030/252 088 38 
Erreichbarkeit: Mo 10–13 Uhr, Di 15–18 Uhr, Do 16–19 Uhr 
https://hateaid.org/betroffenenberatung/


Livelyrix e. V., gegründet 2005, hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische Literatur lebendig, vielfältig und neuartig zu inszenieren und eine breite Öffentlichkeit in den Veranstaltungsprozess einer freien Literaturszene einzubinden. Der Verein organisiert jährlich über 100 Literaturveranstaltungen in soziokulturellen Zentren, Clubs und Theaterhäusern in Leipzig, Dresden und Jena und erreicht ca. 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

 

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Oktober 2022
Porträtfoto der Verlegerin Anne König
Verlegerin Anne König, Foto: Robert Stürzl
Eingangsbereich der Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
Blick in die Dauerausstellung des ZFL, Foto: Punctum

Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Anne König, Verlegerin und Autorin (Leipzig)
 

Die Zeit zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung erlebten viele Menschen in der DDR als eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffnungen und Zukunftsängsten. Diese Spannung zog sich durch die frühen 1990er Jahre, in denen sich in viele Biografien die Extreme einschrieben: Weggehen und Wiederkommen, Neuanfang und Scherbenhaufen, Versöhnung und Gewalt.

Die Leipziger Verlegerin und Autorin Anne König erlebte den Herbst und Winter 1989/90 mit seinen Massendemonstrationen als Volontärin der Thüringischen Landeszeitung in Weimar. Im September 1990, kurz vor der Wiedervereinigung, zog sie nach Leipzig. Während am Abend des 2. Oktober in der Innenstadt die offiziellen Feierlichkeiten über die Bühne gingen, beobachtete sie dort gewaltsame Übergriffe von Rechtsradikalen und schrieb in ihrem Tagebuch darüber. Später erschien daraus ein Textauszug in dem Band „Das Jahr 1990 freilegen“. In den Nachwendejahren, die von ständiger Gewalt zwischen Linken und Rechten geprägt waren, wohnte Anne König unter anderem in einem besetzten Haus in Leipzig-Connewitz.

Während eines Rundgangs durch die Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig am 3. Oktober 2022 berichtet Anne König unter anderem, wie sie die Umbrüche von 1989/90 erlebte, wie ihr Studiengang in Leipzig nach dem ersten Semester abgewickelt wurde, von Studentenprotesten, Demonstrationen gegen den Irakkrieg und den Weg zum eigenen Verlag.


Anne König lebt seit 1990 mit Unterbrechungen in Leipzig. Sie gründete 2001 gemeinsam mit Markus Dreßen und Jan Wenzel den Verlag Spector Books. Sie ist die Herausgeberin des literarischen Hauptwerks des amerikanischen Undergroundfilmemachers Jonas Mekas „I Seem to Live. The New York Diaries, 1950–2011“. Gemeinsam mit dem Comiczeichner Nino Bulling veröffentlichte sie „Bruchlinien – Drei Episoden zum NSU“. Zurzeit bereitet sie mit Anselm Graubner den Foto-Text-Band „Der kurze Winter der Anarchie. Weimar 1989/90“ vor.

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Buchcover "Drei Frauen träumten vom Sozialismus"
Buchcover "Drei Frauen träumten vom Sozialismus"
Carolin Würfel, Foto: Lea Hopp
Carolin Würfel, Foto: Lea Hopp
Annegret Richter, Foto: Martin Jehnichen
Annegret Richter, Foto: Martin Jehnichen

Lesung und Gespräch mit der Autorin Carolin Würfel, Moderation: Annegret Richter (Moderatorin, Leipzig)
In Kooperation mit dem Carl Hanser Verlag
 

Christa Wolf, Brigitte Reimann, Maxie Wander – waren sie Träumerinnen oder Macherinnen, diese drei Frauen, die zu Ikonen der DDR-Literatur wurden? In einem atmosphärischen Porträt zeigt Carolin Würfel drei Schriftstellerinnen, die im Temperament unterschiedlicher kaum sein konnten und die doch eines einte: die Begeisterung für das Versprechen des Sozialismus, die Bereitschaft, den Traum vom neuen Menschen in ihrem Alltag, ihrer Arbeit und ihren Beziehungen umzusetzen. Mit welchem Selbstbewusstsein diese Frauen in den 1950er und 1960er Jahren ihre Ziele verfolgten, sich dabei als Freundinnen stützten – wie und warum ihre Träume aber auch platzten, davon erzählt Carolin Würfel und lässt ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden. 


Carolin Würfel, geboren 1986 in Leipzig, studierte Geschichte und Publizistik in Berlin und Istanbul. Sie arbeitet als freie Autorin und Journalistin, insbesondere für die Wochenzeitung Die Zeit. 2019 erschien von ihr „Ingrid Wiener und die Kunst der Befreiung“.

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Porträtfoto der Kulturanthropologin Sabine Hess
Sabine Hess, Foto: Universität Göttingen
Porträtfoto des Lyrikers Max Czollek
Max Czollek, Foto: zehnSeiten
Porträtfoto des Journalisten Oliver Reinhard
Oliver Reinhard, Foto: Marlen Mieth

Interaktives Gespräch mit Dr. Max Czollek (Politikwissenschaftler, Lyriker) und Prof. Dr. Sabine Hess (Direktorin des Göttingen Centers for Global Migration Studies), Moderation: Oliver Reinhard (Sächsische Zeitung)
Im Rahmen des Festivals "Leipzig denkt"
Eintritt frei

Migration verändert unsere Gesellschaft. Sie wird diverser, kulturell und weltanschaulich vielfältiger. Fragen nach Identitäten und Partizipation wer-den neu verhandelt. Ob dieser Prozess positiv oder negativ zu bewerten ist, wird heftig, teils aggressiv, diskutiert. Fakt ist aber, so formulieren es Migrationsforscherinnen und -forscher verschiedener Fachbereiche: Die heutige Gesellschaft ist postmigrantisch. Migration hat einen Status quo geschaffen, der nicht mehr rückgängig zu machen, sondern von Politik und Öffentlichkeit in seinen Konsequenzen zu gestalten ist.

Über diese These und Schlussfolgerungen daraus kommen am 6. Oktober der Politikwissenschaftler und Lyriker Max Czollek und die politische Anthropologin Sabine Hess im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig ins Gespräch. Czollek sorgte 2019 mit seinem Buch „Desintegriert euch!“ für Aufsehen, weil er gegen eine „allein selig machende Leitkultur“ anschrieb und gängige Klischees vom „guten Migranten“ auf den Prüfstand stellte. Sabine Hess sorgte unter anderem 2020 für Diskussionsstoff, als sie die europäische Flüchtlingspolitik als eine „Politik des Sterbenlassens“ brandmarkte.

Das Gespräch moderiert Oliver Reinhard, Redakteur der Sächsischen Zeitung. Für das Publikum gilt: Einmischen erwünscht!

Die Veranstaltung ist Teil des Programms von „Leipzig denkt: Alarm und Utopie“, einem interdisziplinären Festival für dialogische und künstlerisch-performative Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Fragen.


Sabine Hess ist Professorin für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migrations- und Grenzregimeforschung sowie politische Anthropologie, kulturanthropologische Geschlechterforschung. Sie ist Mitbegründerin des europäischen Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und leitet seit 2018 als Direktorin das Centre für globale Migrationsforschung der Universität Göttingen. Zudem ist sie im Vorstand des „Rats für Migration“.

Max Czollek ist Politikwissenschaftler und Lyriker und lebt in Berlin. Er ist Teil des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber des Magazins „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“. Mit Sasha Marianna Salzmann initiierte er den Desintegrationskongress 2016 sowie die Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 am Maxim Gorki Theater Berlin, Studio Я. Seit 2021 ist Czollek Ko-Kurator des Projekts „Coalition for a Pluralistic Public Discourse (CPPD)“; 2022 kuratierte er die Ausstellung „Rache – Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt am Main sowie die vierteilige Reihe „Lieder für das Jetzt“ für das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling mit. Max Czollek veröffentlichte mehrere Gedichtbände und Essays.

Oliver Reinhard ist stellvertretender Feuilleton-Chef der Sächsischen Zeitung. Er studierte Geschichte, Medienwissenschaft und Hispanistik, grün-dete das Campusradio in Paderborn und arbeitete als freier Mitarbeiter bei Lokalzeitungen, dem MDR Radio1, dem ARD-Magazin „Brisant“ und dem MDR-Magazin „Hier ab Vier“. Seit 1998 ist er Redakteur bei der Sächsischen Zeitung. 

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Sinnbild Hassrede im Netz

Beratung und Gespräch 14 - 17 Uhr
Mit der Amadeu Antonio Stiftung

Soziale Netzwerke sind digitale Orte, an denen menschenverachtende Aussa-gen längst alltäglich geworden sind. Rassismus, Frauenfeindlichkeit oder Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen sind im Netz nicht immer direkt erkennbar und können sich hinter Memes, Videos oder Bildern als „umstrittener Humor“ tarnen. Wird jedoch solchen abwertenden und verletzenden Aussagen (sogenannte Hatespeech oder Hassrede) nicht widersprochen, werden sie früher oder später als „normal“ empfunden. Die Folgen spüren nicht nur die Betroffenen. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen digitalem Handel und realer Gewalt. Deswegen muss über Hassrede aufgeklärt und dagegen vorgegangen werden. 


Wie erkennen wir Hatespeech und wer ist betroffen? Wer sind die die Urheberinnen oder Urheber und was können wir konkret entgegensetzen? Die Amadeu Antonio Stiftung zeigt die Dynamiken auf und gibt Tipps, wie wir durch Kommentare Haltung beziehen und uns so an der demokratischen Debatte im Netz beteiligen können. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen interaktiven Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Samstagnachmittagen zwischen 14 und 17 Uhr statt. Besucherinnen und Besucher können während des gesamten Zeitraums hinzukommen, in Gespräche einsteigen und verweilen.


Die Amadeu Antonio Stiftung, gegründet 1998, hat das Ziel eine demokrati-sche Zivilgesellschaft zu stärken, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassis-mus und Antisemitismus einsetzt. Sie unterstützt dafür entsprechende Initia-tiven und Projekte finanziell und beratend. 

Keine Anmeldung erforderlich. 

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Dr. Irina Scherbakowa
Dr. Irina Scherbakowa

Mit Dr. Irina Scherbakowa (Germanistin, Historikerin und Bürgerrechtlerin, Moskau/Berlin)
Moderation: Stephan Bickhardt (Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen) und Dr. Sabine Kuder (Leiterin des Arbeitsbereichs Public History bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur)
Begrüßung: Uwe Schwabe (Vorstandsvorsitzender des Archivs Bürgerbewe-gung Leipzig e. V.)
Veranstalter: Evangelische Akademie Sachsen und Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Anmeldung erforderlich.
E-Mail: anmeldung-zfl@hdg.de oder Telefon 0341-2220-400
Eintritt frei

Über das Verbot der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ und den Angriffskrieg auf die Ukraine sprechen die Leiterin des Arbeitsbereichs Public History bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur, Dr. Sabine Kuder, und der Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen, Stephan Bickhardt, mit der im Exil lebenden Historikerin, Germanistin und Men-schenrechtsaktivistin Dr. Irina Scherbakowa im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Welche Auswirkungen hat das Verbot von „Memorial” auf die russische Zivilgesellschaft, auf die Nachbarstaaten Russlands und ganz Europa? Im Fokus des Gesprächs stehen darüber hinaus das verschärfte Strafrecht, der Einfluss und die Auswirkungen der Propagandasprache in Russland und die Rolle der Orthodoxen Kirche. Irina Scherbakowa hält am 9. Oktober 2022 die „Rede zur Demokratie“ in der Leipziger Nikolaikirche.

Irina Scherbakowa (Jg. 1949), ist Germanistin und Historikerin mit den Forschungsschwerpunkten Oral History, Stalinismus, Gulag und sowjetische Speziallager auf deutschem Boden nach 1945, Totalitarismus, Erinnerungspolitik sowie Fragen des kulturellen Gedächtnisses in Russland. In den 1970er Jahren begann sie mit der Aufzeichnung von Interviews mit Opfern des Stalinismus und forscht seit mehr als 30 Jahren in den Archiven des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Nach ihrer Tätigkeit als Redakteurin für die Zeitschriften „Sowjetliteratur“, „Literaturnaja gaseta“ und die Tageszeitung „Nesawissimaja gaseta“ war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, am Institut für die Wissenschaft vom Menschen Wien, Gastprofessorin an der Universität Salzburg und Dozentin am Zentrum für Oral History der Russischen Staatsuniversität für Geisteswissenschaften in Moskau (1996–2006). Seit 2010 ist Irina Scherbakowa Honorary Member des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung.
Die gebürtige Moskauerin war 1988 Mitinitiatorin der Internationalen Gesellschaft für Historische Aufklärung, Menschenrechte und Soziale Fürsorge „Memorial“ (Moskau).
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 verließ Scherbakowa ihr Heimatland und lebt heute in Berlin.

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Laternenbasteln beim Museumsfest
Laternenbasteln beim Museumsfest, Foto: PUNCTUM, Alexander Schmidt
TheaterTurbine beim Museumfest
TheaterTurbine beim Museumfest, Foto: PUNCTUM, Alexander Schmidt

15.00–19.00 Uhr, Dauerausstellung, 2. OG
Auf dem Weg zur Freiheit
Kurzbegleitungen in der Dauerausstellung

15.00–19.00 Uhr, Spielerische Erkundung der Dauerausstellung, 2. OG    
Mit unserem Kartenset können Klein und Groß gemeinsam auf „Familientour“ durch die Zeitgeschichte gehen oder beim Suchspiel „Wer saß hier?“ Sitzgelegenheiten und ihre Geschichten entdecken.

15.00–19.00 Uhr, Laternenbastelei, Foyer 3. OG
Laternenbasteln für das Lichtfest mit KAWI-KIDS

15.00–19.00 Uhr, Buttonwerkstatt, Foyer 3. OG
Buttons mit Motiven rund um die friedliche Revolution oder nach eigenen Entwürfen selbst herstellen

15.00–19.00 Uhr, Kaffeeklatsch, Foyer 3. OG
Imbiss und Getränke

16.00 Uhr, Dauerausstellung, 2. OG
Das Westpaket
Interaktiver Rundgang durch die Dauerausstellung für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren 

16.00–18.30 Uhr, Forum live, 2. OG
Impro-Show 

Zwei Schauspielerinnen der TheaterTurbine, Leipzig improvisieren zum Thema friedliche Revolution, Demokratie und Freiheit

17.00–19.00 Uhr, vor dem Museumseingang
Kerzenausgabe für das Lichtfest

Vor dem Haus können an unserem Infostand Kerzen für das Lichtfest mitgenommen werden 


Eintritt frei
Alle Informationen zum Programm: www.hdg.de 

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Dokumentarfilm (D 2020, 47 Min., Regie: Prof. Jürgen Haase)
Anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Prof. Jürgen Haase und 
dem Psychotherapeuten Dr. Karl-Heinz Bomberg (beide Berlin)
In der Reihe „Stasi. Macht. Familie – Vom Nachwirken der Staatssicherheit“
Eintritt frei

Über 250.000 Menschen waren aus politischen Gründen in der DDR inhaftiert. Viele leiden noch immer an den Spätfolgen ihrer Hafterfahrungen. Direkt und indirekt waren und sind auch ihre Kinder von der Inhaftierung und deren Folgen betroffen. In der Dokumentation setzen sich die vier Protagonistinnen und Protagonisten eindrücklich mit ihren Eltern und den Langzeit-Folgen der Stasihaft auseinander. Der Film geht den Fragen nach, wie sie mit den Traumata ihrer Eltern umgehen und wie sich die Erfahrungen der Eltern auf die Kinder und deren Leben ausgewirkt haben.
Im Anschluss sprechen der Regisseur Prof. Jürgen Haase und der Psychotherapeut Dr. Karl-Heinz Bomberg über die Auswirkungen der Stasihaft auf die nachfolgenden Generationen.

Prof. Jürgen Haase, geboren 1945 in Berlin, ist ein deutscher Filmproduzent, Regisseur und Autor. Haase studierte an der Filmakademie Berlin und arbeitete anschließend als Autor und Regisseur für Fernsehspiele der ARD und des ZDF. Über viele Jahre führte er die Geschäfte der Provobis – Gesellschaft für Film und Fernsehen mbH, der Tellux Beteiligungsgesellschaft und des Traditionsunternehmens Progress Film-Verleih GmbH. Er lehrte an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland. Er produzierte preisgekrönte Filme wie „Das Spinnennetz“ (1989), „Mario und der Zauberer“ (1994) und „Nikolaikirche“ (1995) sowie einige Folgen für den „Tatort“. 2007 wurde er für seine Verdienste um die deutsche Kultur mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundes-republik Deutschland ausgezeichnet.

 

DOK Festival Leipzig 2022
DOK Festival Leipzig 2022

Mit Mila Turajlić (Filmemacherin, Belgrad)
Moderation: Christoph Terhechte (Festivalleiter DOK Leipzig)
In Kooperation mit dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
Eintritt frei

„Seit 25 Jahren verdaue ich das Verschwinden Jugoslawiens“, sagt Mila Turajlić. In ihren Filmen tut sie das, indem sie die Zeit- und Filmgeschichte ihres Landes befragt, aber auch die der eigenen Familie. In ihrer Meisterklasse diskutiert sie mit Festivalleiter Christoph Terhechte Strategien des künstlerisch-forschenden Filmemachens und ihre Faszination für Archive.

Mila Turajlić, geboren 1979 in Belgrad, ist eine serbische Filmemacherin. 
Turajlić studierte Filmproduktion an der Fakultät für Schauspielkunst der Universität Belgrad und Politikwissenschaften an der London School of Economics. Anschließend spezialisierte sie sich auf Dokumentarfilme und promovierte an der University of Westminster. Sie hat als Rechercheurin und Produktionsassistentin für die BBC, den Discovery Channel und Arte France gearbeitet. Turajlić unterrichtete im Bereich Dokumentarfilm an verschiedenen Universitäten wie der Harvard University, Yale, der Sorbonne und der University of Michigan. Sie führte Regie und produzierte die preisgekrönten Dokumentarfilme „Cinema Komunisto“ (2010) und „The Other Side of Everything“ (2017). Sie lebt und arbeitet in Belgrad und Paris.

Christoph Terhechte, geboren 1961 in Münster/Westfalen, ist ein deutscher Journalist und Filmkritiker. Er studierte Politikwissenschaft und Journalistik an der Universität Hamburg und arbeitet seit 1984 als Filmjournalist. 1987 wurde er Redakteur bei „taz, die tageszeitung“ in Hamburg. 1991 wurde er Ressortleiter Film beim Berliner Stadtmagazin „tip“. Seit Ende 1997 ist Christoph Terhechte Mitglied im Auswahlkomitee des Internationalen Forums des Jungen Films und leitete von 2001 bis 2018 diese Sektion der Berlinale. Ende 2018 übernahm er die künstlerische Leitung beim Filmfestival in Marrakesch. Seit Anfang 2020 fungiert Christoph Terhechte als Intendant von DOK Leipzig.
 

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DOK Festival Leipzig 2022
DOK Festival Leipzig 2022

Mit Špela Čadež (Künstlerin und Filmproduzentin, Ljubljana)
Moderation: Igor Prassel (Kurator und künstlerischer Leiter des Internationalen Animationsfilmfestivals Animateka, Ljubljana)
In Kooperation mit dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
Eintritt frei

Špela Čadež, Animationsfilmerin von Weltrang, trägt als Künstlerin und Produzentin seit Jahren zur Vitalität und internationalen Wahrnehmung des slowenischen Animationsfilms bei. In der Meisterklasse gibt sie – moderiert von Igor Prassel – Einblicke in ihre besondere Art, der Realität Geschichten und Charaktere abzulauschen und ihnen animierte poetische Räume zu schaffen.

Špela Čadež, 1977 in Ljubljana geboren, ist eine slowenische Regisseurin und Produzentin von Animationsfilmen. Nach ihrem Abschluss in Visual Communication Design in Ljubljana setzte sie ihr Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln im Fachbereich Mediendesign fort. In Köln produzierte sie die Filme „Zasukanec“ (2004) und „Liebeskrank“ (2007), welche auf verschiedenen internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Seit 2008 arbeitet Špela Čadež in Slowenien als Animationsfilmregisseurin und -produzentin. 2018 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen, die jährlich die Oscars vergibt. 

Igor Prassel, 1971 in der slowenischen Küstenstadt Koper geboren, veranstaltet seit 1992 ein monatliches Animationsfilmprogramm im slowenischen Filmmuseum, wo er auch als Kurator arbeitet. Igor Prassel war Jurymitglied und Programmberater bei wichtigen internationalen Animations- und Kurzfilmfestivals. Seit 2010 unterrichtet er an der Universität von Nova Gorica zur Geschichte und Theorie des Animationsfilms. 2014 wurde er zum Beauftragten für Animationsfilme für das kroatische Audiovisuelle Zentrum (HAVC) ernannt. Er ist künstlerischer Leiter des von ihm 2004 gegründeten internationalen Animationsfilmfestivals „Animateka“ in Ljubljana.
 

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Route des Stadtrundgangs
Route des Stadtrundgangs
Ein Datenzentrum
Ein Datenzentrum
Eine Amazon Abholstation
Eine Amazon Abholstation

Treffpunkt im Erdgeschoss (Dauer: 1,5 – 2 Stunden)
Mit Lara Spät und Hanar Hupka (Studentinnen Kulturwissenschaften, Universität Leipzig) 
Eintritt frei

Viele Menschen bewegen sich heute selbstverständlich mit ihren technischen Geräten durch die digitale Welt. Webseiten und Soziale Medien sind mittlerweile genauso öffentliche Räume wie Plätze und Gebäude in einer Stadt. Wie und wo digitale Welten entstehen, bleibt aber in der Regel unbekannt. Dabei haben auch sie ihren Ursprung in ganz konkreten, realen Orten. Diese sind die Schnittflächen zwischen dem, was wir unter analog und real oder digital und virtuell verstehen.  


Mit einem Stadtrundgang durch Leipzig zu konkreten Orten der Digitalisierung wollen Hanar Hupka und Lara Spät das sonst sehr abstrakte und komplexe Thema Digitalisierung sichtbar machen. Wie und wo zeigt sich Digitalisierung in Gebäuden und auf Plätzen des Leipziger Stadtraums? Das wollen sie zu Fuß auf rund dreieinhalb Kilometern mit den Teilnehmenden erkunden. Dabei navigieren Hanar Hupka und Lara Spät von einer Station zur nächsten und machen unter anderem bei der Stadtbibliothek, einer Amazon Abholstation und einem Coworking Space Halt. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace im Rahmen der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung oder außerhalb ein. Die OpenSpace-Angebote werden an ausgewählten Samstagnachmittagen zwischen 14 und 17 Uhr angeboten. 


Hanar Hupka und Lara Spät leben in Leipzig und studieren an der Universität Leipzig im Masterstudiengang „Kulturwissenschaften“. In einem Seminar zum Thema „Architektur der Digitalisierung“ entstand der Stadtrundgang zu „Orten der Digitalisierung in Leipzig“. Ursprünglich wurde der Stadtrundgang als selbst durchführbare Tour mit Hilfe digitaler Anleitungen konzipiert. Im Rahmen der Ausstellung #DeutschlandDigital des Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig wird der Rundgang erstmalig angeleitet durchgeführt.

Keine Anmeldung erforderlich. 

 

Weiterer Termin am Samstag, den 5. November, 14 Uhr. 
 

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Buchcover von „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln“
Buchcover von „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln“

Mit dem Autor Lutz Rathenow, Dr. Nancy Aris (Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und dem Verleger und Schriftsteller Gunnar Cynybulk (Berlin)
Lesung: Victoria Schaetzle (TheaterTurbine, Leipzig)
In Kooperation mit dem Kanon Verlag Berlin und dem Leipziger Festival „Literarischer Herbst“
Eintritt frei


Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag legt der DDR-Oppositionelle Lutz Rathenow seinen literarischen Lebenslauf vor: „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten“ erzählt von seiner frühen Kindheit bis in die Gegenwart – von einem Leben zwischen Kunst und Politik. Rathenow schreibt Lyrik und Prosa für Kinder und Erwachsene. Er engagierte sich viele Jahre lang für die öffentliche Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit, zunächst als Journalist und Schriftsteller, von 2011 bis 2021 als Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Bei der Leipzig-Premiere im Zeitgeschichtlichen Forum blickt er zurück und kommt mit der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Nancy Aris, und dem Verleger und Schriftsteller Gunnar Cynybulk ins Ge-spräch. Textpassagen liest die Leipziger Schauspielerin Victoria Schaetzle von der TheaterTurbine.

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Zwei Frauen stehen vor einer Stadtkarte von Leipzig, Foto: Heike Gebhardt
Das Referat Digitale Stadt Leipzig im Austausch, Foto: Heike Gebhardt

Mit dem Referat Digitale Stadt Leipzig
Eintritt frei

Wie sieht eine digitale Stadt aus? Welche Anwendungen würden den Bürgerinnen und Bürgern den Alltag erleichtern? Und wie wäre es, wenn jede und jeder per Mausklick aktiv mitgestalten könnte, was in der Stadt passieren soll? 


Wer kennt die Stadt am besten, wenn nicht die Bürgerinnen und Bürger. Deswegen sollen sie auch stärker involviert werden, wenn es um die Gestaltung von öffentlichen Plätzen, die Nutzung wesentlicher Orte, wie des Matthäikirchhofs in der Innenstadt, oder die Beruhigung von Straßenzügen für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende geht. Einen einfachen und direkten Weg bieten digitale Partizipationssysteme, die beispielsweise niedrigschwellige Abstimmungen ermöglichen. Können so auch Beschwerden, Vorschläge und Ideen kommuniziert werden? Wie erfahren die Bürgerinnen und Bürger von dem Beteiligungstool, welche Rolle spielt der Faktor Zeit und wie barrierefrei ist die digitale Bürgerbeteiligung in der Praxis wirklich? Zwei Mitarbeiterinnen des Referats Digitale Stadt wollen dazu mit den Leipzigerinnen und Leipzigern und Interessierten aus anderen Orten ins Gespräch kommen. Außerdem laden sie zur Diskussion über weitere digitale Stadtentwicklungsprojekte ein. 


Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen interaktiven Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Samstagnachmittagen zwischen 14 und 17 Uhr statt. Besucherinnen und Besucher können während des gesamten Zeitraums hinzukommen, in Gespräche einsteigen und verweilen.


Das Referat Digitale Stadt ist eine Behörde der Stadt Leipzig, die digitale Projekte im Stadtraum entwickelt und ermöglicht. Es fördert die Vernetzung verwaltungsinterner Bereiche mit den städtischen Dienstleistern der „Leipziger Gruppe“, der Stadtgesellschaft, der Wissenschaft sowie Unternehmen und setzt gemeinsam mit diesen Partnerinnen und Partnern Projekte um bzw. beantragt nationale und europäische Fördergelder. 

Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie