Veranstaltungen und Termine

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November 2019
© Stiftung Haus der Geschichte / Punctum, Alexander Schmidt

Kurze Ausstellungsbegleitung und Gespräch
Mit der Bildungsreferentin Annett Meineke (Zeitgeschichtliches Forum Leipzig)

Niemand geht ins Museum, nur um die Texte zu lesen, und niemand liest dort alle Texte. Aber Ausstellungstexte sind unverzichtbar – gerade in einem historischen Museum. Wer entscheidet, was auf den Texttafeln steht und wo in der Ausstellung sie zu sehen sind? Was zeichnet einen guten Ausstellungstext aus? Und welche Überlegungen stecken hinter den verschiedenen Texten in unseren Ausstellungen? Diesen Fragen geht Forum live in der Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums nach.

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Spielfilm (D 2018, 125 Min, Regie: Michael „Bully“ Herbig)
Filmvorführung und Gespräch
Mit dem Zeitzeugen Günter Wetzel
Moderation: Luc-Carolin Ziemann (DOK Leipzig)

Im September 1979 planen die Ehepaare Strelzyk und Wetzel aus dem thüringischen Pößneck eine hochriskante Flucht in die Bundesrepublik. Ihr Plan: Sie passieren mit ihren vier Kindern die innerdeutsche Grenze mit einem selbstkonstruierten Heißluftballon. Doch der erste Fluchtversuch scheitert, als der Ballon kurz vor der Grenze abstürzt. Ehrgeizig beginnen sie, unter größter Vorsicht ein neues Flugobjekt zu bauen. Ihnen kommt jedoch die Staatssicherheit auf die Spur und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Michael „Bully“ Herbig, deutscher Komiker, Schauspieler und Filmregisseur, 1968 in München geboren, begann seine Karriere begann 1991 mit regelmäßigen Auftritten in verschiedenen Radiosendungen. Später folgte seine erste bundesweit ausgestrahlte Radiosendung „Bully's Late Light Show“, bei der er erstmals mit seinen Freunden Christian Tramitz und Rick Kavanian zusammenarbeitete. Herbig erlangte unter anderem mit der Fernsehsendung „Bullyparade“ und den Filmen „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“, Kultstatus. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet u.a. erhielt er 2012 bei der Verleihung des 62. Deutschen Fernsehpreises den Bernd Eichinger Preis und 2019 den Friedenspreis des Deutschen Films – Brücke für seinen Film „Ballon. Für die Freiheit riskierten sie alles“.

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Ingo Juchler
© privat

Mit dem Autor Prof. Dr. Ingo Juchler (Professor für Politische Bildung an der Universität Potsdam)
In Kooperation mit dem bebra Verlag

Ein zentrales Ereignis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Friedliche Revolution von 1989, mit der die Bevölkerung der DDR sich vom SED-Regime befreite. Ingo Juchler besucht wichtige Schauplätze der Protestbewegung in Ostdeutschland – in Leipzig, Berlin, Dresden, Chemnitz, Plauen, Potsdam, Naumburg, Jena, Schwerin und anderen Orten. Er erläutert anhand zahlreicher historischer Fotos, Zeitzeugenberichte und Originaldokumente die Hintergründe der Ereignisse – ein anschaulicher Ausflug in die jüngere deutsche Geschichte.

Ingo Juchler, geboren 1962 in Mannheim, studierte Politikwissenschaft, Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaft an den Universitäten Trier und Marburg. Nach Lehrtätigkeiten an der PH Weingarten sowie den Universitäten Augsburg und Göttingen ist er seit 2010 Professor für Politische Bildung an der Universität Potsdam. Von 2010 bis 2018 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Das Universitätshochhaus am Karl-Marx-Platz (1982) © Bundesarchiv: Grubitzsch

Podiumsdiskussion im Rahmen der 3. Jahrestagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft
Mit den Zeitzeugen Prof. em. Dr. Michael Haller, Prof. em. Dr. Hans Poerschke, Prof. em. Dr. Horst Pöttker und der Journalistin Heike Schüler
Moderation: Melanie Malczok (Netzwerk Kritische Kommunikationswissenschaft)
Grußwort: Prof. Dr. Siegfried Lokatis (Buchwissenschaftler, Universität Leipzig)
www.kritischekommunikationswissenschaft.wordpress.com
Veranstalter: Netzwerk Kritische Kommunikationswissenschaft

Die meisten DDR-Journalisten waren im „Roten Kloster", sprich: Sie hatten an der Sektion Journalistik der Karl-Marx-Universität in Leipzig studiert. Die marxistisch-leninistische Journalistenausbildung wurde im Zuge des gesellschaftlichen Transformationsprozesses nach dem Mauerfall abgewickelt und durch einen Studiengang nach bundesdeutschem Vorbild im neu gegründeten Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft ersetzt. Wie genau ist dieser Prozess vor 30 Jahren abgelaufen? Welche Optionen lagen damals auf dem Tisch, welche Akteure aus der Politik, der Bürgerrechtsbewegung, der Universität und der westdeutschen Kommunikationswissenschaft haben sich für welche Optionen stark gemacht? Wie haben DDR-Professoren, westdeutsche „Aufbauhelfer" und damalige Studierende diese Zeit erlebt und was lässt sich daraus lernen? Gab es in der DDR-Journalistenausbildung abseits der Ideologie etwas, das es verdient hätte, weitergeführt zu werden? Darüber sprechen in einer Podiumsdiskussion Zeitzeugen von damals.

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SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

Zur Ausstellung

Das beliebte DDR-Comic mit seinen drei kleinen Helden hat nun eine eigene Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Entdecken Sie mit einer Begleitung rund 150 Zeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle von Hannes Hegen. Erfahren Sie, wie die „Mosaik“-Zeichner und -Texter arbeiteten und welche Auseinandersetzungen es mit dem Verlag und den Funktionären der SED gab.

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SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Was ist Luxus? Ein glitzernder Einkaufswagen? Ein Sportwagen? Ein Designerkleid? Oder doch ein Tag in der Hängematte? Von materiellen Gegenständen wie Autos, Mode und Yachten über immaterielle Bedürfnisse wie Zeit, Ruhe und Sicherheit bis hin zu Verzicht auf Luxus und Konsum: Die Ausstellung "Purer Luxus" widmet sich in sieben Themenbereichen verschiedenen Vorstellungen von Luxus in historischer Perspektive, immer mit Blick auf die Gegenwart. Erfahren Sie in unserer Begleitung anhand von Objekten, Dokumenten, Fotografien sowie interaktiven Elementen und audiovisuellen Medien die Geschichte des Phänomens seit 1945.

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Besucherinnen und Besucher vor der Bühne der Dauerausstellung
© Stiftung Haus der Geschichte / Punctum, Alexander Schmidt

Öffentliche Turnusbegleitung durch die Dauerausstellung
Anschließend Gespräch mit dem Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig Dr. Jürgen Reiche

Außerhalb der Öffnungszeiten bieten wir eine Begleitung durch die Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“ an. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch und Austausch zum Thema „Geschichte ausstellen“ mit Dr. Jürgen Reiche, Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums.

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Filmvorführung und Podiumsgespräch
Mit dem Produzententeam „Glücklicher Montag“ Sandra Strauß und Schwarwel, den Macher*innen und Autor*innen der Trickfilme und Bücher „1989 – Lieder unserer Heimat“ und „1989 – Unsere Heimat“ sowie Holger Kulick, Carolin Masur, Rainer Schade, Uwe Schwabe und weiteren Gästen
Veranstalter: Glücklicher Montag

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SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Das beliebte DDR-Comic mit seinen drei kleinen Helden hat nun eine eigene Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Entdecken Sie mit einer Begleitung rund 150 Zeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle von Hannes Hegen. Erfahren Sie, wie die „Mosaik“-Zeichner und -Texter arbeiteten und welche Auseinandersetzungen es mit dem Verlag und den Funktionären der SED gab.

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Dezember 2019

SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Was ist Luxus? Ein glitzernder Einkaufswagen? Ein Sportwagen? Ein Designerkleid? Oder doch ein Tag in der Hängematte? Von materiellen Gegenständen wie Autos, Mode und Yachten über immaterielle Bedürfnisse wie Zeit, Ruhe und Sicherheit bis hin zu Verzicht auf Luxus und Konsum: Die Ausstellung "Purer Luxus" widmet sich in sieben Themenbereichen verschiedenen Vorstellungen von Luxus in historischer Perspektive, immer mit Blick auf die Gegenwart. Erfahren Sie in unserer Begleitung anhand von Objekten, Dokumenten, Fotografien sowie interaktiven Elementen und audiovisuellen Medien die Geschichte des Phänomens seit 1945.

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© distantdreams

Spielfilm (D 2000, 100 Min)
Regie: Oskar Roehler
In der Reihe „Euphorie und Ohnmacht“

Mit dem Fall der Berliner Mauer bricht für Hanna Flanders eine Welt zusammen. Die einst gefeierte Münchner Schriftstellerin hatte sich ein idealisiertes Traumbild der DDR geschaffen, das sich nun nicht mehr aufrechterhalten lässt. Spontan zieht sie nach Berlin, um einen Neuanfang zu wagen, doch die Kluft zwischen der Realität und ihrem Weltbild ist zu groß. Verbittert erkennt sie, dass die gesellschaftlichen Veränderungen unbemerkt an ihr vorübergezogen sind. Unfähig, ihre Umwelt zu verstehen oder sich anderen zu öffnen, sieht sie nur einen Ausweg. Regisseur Oskar Roehler schuf das intensive Psychogramm nach dem wahren Schicksal seiner Mutter Gisela Elsner.

Oskar Roehler, geboren 1959 in Starnberg, ist deutscher Filmregisseur, Autor und Journalist. Seit den 1980er Jahren ist er als Autor tätig und verfasste unter anderem Drehbücher für Christoph Schlingensief. Seit Mitte der 1990er Jahre wurde Roehler vor allem als Spielfilmregisseur bekannt. Sein bislang erfolgreichster Film ist „Die Unberührbare“ mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Gold, ausgezeichnet.

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Podiumsgespräch
Mit dem Physiker Dr. Diedrich Fritzsche, dem Geophysiker Dr. Wolf-Dieter Hermichen, dem Biologen Dr. Wilfrid Richter, dem Chemiker Dr. Gerhard Strauch und dem Geologen Dr. Ulrich Wand
Gefördert durch das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung

Forschung in der Antarktis 2019 ist eng mit dem Namen des Polarforschers Georg von Neumayer (1826-1909) verbunden. Nach ihm ist die Forschungsstation benannt, die heute als Basis gesamtdeutscher Antarktisforschung dient. Dass aber auch vor der Wiedervereinigung ostdeutsche Wissenschaftler in der Antarktis geforscht haben, wissen die wenigsten: Von 1978 bis 1992 reisten insgesamt 13 Leipziger Wissenschaftler oft auch mehrmals in die Schirmacher-Oase, wo sowohl die damalige Sowjetunion als auch die DDR mit der Nowolasarewskaja-Station und der Georg-Forster-Station eigene Forschungsbasen betrieben. Die Wissenschaftler arbeiteten damals alle im Zentralinstitut für Isotopen- und Strahlenforschung (ZfI), das zur Akademie der Wissenschaften der DDR gehörte und bis 1991 in der Permoserstraße 15 angesiedelt war.

Vier der Wissenschaftler, die damals dabei waren, berichten im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig über das vor 40 Jahren gestartete Isotopenprogramm in der Antarktis, von ihrer damaligen Forschungsarbeit und vom Leben im ewigen Eis, das für jeden der Expeditionsteilnehmer mindestens ein Jahr Aufenthalt jenseits jeder Zivilisation bedeutete.

Zu den Personen:

Dr. Diedrich Fritzsche (*1953), Physiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter im ZfI, ab 1983 im Zentralinstitut für Physik der Erde/Abt. Polarforschung, ab 1991 im Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung AWI. Zahlreiche Expeditionseinsätze in der Antarktis und Arktis.

Dr. Gerhard Strauch (*1947), Chemiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter im ZfI und ab 1992 im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Dr. Wilfried Richter (*1940), Biologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im ZfI und ab 1992 im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Dr. Ulrich Wand (*1945), Geologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im ZfI und ab 1992 im Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung AWI / Forschungsstelle Potsdam. Mehrere Expeditionseinsätze in der Antarktis und russischen Arktis.

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Lesung und Diskussion
Mit den Herausgebern Jana Göbel und Matthias Meisner und der Journalistin Heike Kleffner
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.

Nachdem die DDR 1975 die KSZE-Schlussakte von Helsinki unterzeichnet hatte, forderten immer mehr Bürger ihre Freiheitsrechte ein. Bis 1989 verließen fast 400.000 Menschen die DDR, indem sie ihre »ständige Ausreise« beantragten – ohne bei einem Fluchtversuch ihr Leben zu riskieren. Doch wer einen Ausreiseantrag gestellt und die „Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR“ beantragt hatte, musste sich auf eine harte Zeit einstellen und wurde oft wie ein Verräter behandelt – nicht nur von Behörden, oft auch von Vorgesetzten, Kollegen und sogar von Nachbarn oder Familienmitgliedern. Was waren die Motive für das Verlassen der DDR? Wie lebte man in der Zeit zwischen Antraganstellung und Ausreise, wenn man sich besser nicht verlieben sollte, wenn man monate- oder jahrelang auf gepackten Koffern saß? Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland erzählen 24 Geschichten von Menschen, die per Ausreiseantrag die DDR verlassen haben, von Repressionen durch die Staatssicherheit, von Familienzusammenführungen und trickreichen Scheinehen.

Matthias Meisner, Journalist, berichtet seit 1990 regelmäßig aus und über Sachsen u.a. als dpa-Büroleiter in Dresden und Korrespondent der »Sächsischen Zeitung« in Bonn, seit 1999 Redakteur des „Tagesspiegel“, 2016 wurde ihm für die Berichterstattung über Pegida und die Anti-Asyl-Bewegung in Sachsen der Zweite Preis des Wächterpreises der deutschen Tagespresse verliehen.

Jana Göbel, geboren 1962 in Ost-Berlin, beendete 1986 ihr Studium zur Diplom-Agrarökonomin und besuchte 1991 die Deutsche Journalistenschule München. Sie ist Redakteurin in der multimedialen Investigativ-Redaktion rbb24-Recherche.

Heike Kleffner ist freie Journalistin und Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Gemeinsam mit Matthias Meisner gab sie 2017 den Sammelband "Unter Sachsen - Zwischen Wut und Willkommen" (Ch. Links Verlag) und 2019 den Sammelband "Extreme Sicherheit - Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz" (Herder Verlag) heraus.

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Öffentliche Tagung
www.deutsche-gesellschaft-ev.de
Um Anmeldung wird gebeten: ruediger.traxler@deutsche-gesellschaft-ev.de
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft e.V.
Gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Antisemitismus ist nicht nur ein Phänomen des politischen Extremismus. Immer deutlicher werden Diskriminierungen von Jüdinnen und Juden auch im Alltag sichtbar. Nicht selten wird Judenhass auch als Kritik am Staat Israel getarnt. Welche Rolle spielen dabei Sprache, Internet und Soziale Medien? Welche Entwicklungen sind zu beobachten? Und welches Engagement besteht gegen diese Erscheinungsformen des Antisemitismus? Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Kultur, Religion sowie Jugend- und Bildungsarbeit sprechen über dieses Thema.

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Vortrag der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek
Anschließend Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Prof. Dr. Michael Meyen (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Birgit Neumann-Becker (Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Magdeburg)
Moderation: Astrid Frohloff (Journalistin)
Anmeldung per Email bei Constanze Bucher (DLR Projektträger, Gesellschaft, Innovation, Technologie): constanze.bucher@dlr.de
oder auf der Website

Veranstalter: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Die friedliche Revolution in der DDR, der Prozess zur deutschen Einheit und die massiven Umbrüche in Ostdeutschland ragen in die Gegenwart hinein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine umfangreiche Förderung der DDR-Forschung gestartet: 14 Verbünde werden für zunächst vier Jahre finanziert. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek formuliert ihre Erwartungen an die Erforschung der DDR, des SED-Unrechts, der Alltagserfahrungen und der Transformationen seit 1989/90 sowie an die Verbreitung der Forschungsergebnisse. Im Anschluss bietet eine Podiumsdiskussion über die Chancen, Herausforderungen und Perspektiven der DDR-Forschung 30 Jahre nach der friedlichen Revolution Möglichkeiten, das Thema zu vertiefen.

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Lesung
Mit dem Autor Dr. Bodo v. Hechelhammer (Chefhistoriker des Bundesnachrichtendienstes)
In Kooperation mit dem Piper Verlag

Wie der Nazi Heinz Felfe zum Spitzenagenten des KGB im BND wurde
Die Skrupellosigkeit des Doppelspions Heinz Felfe erschütterte die BRD in ihren Grundfesten. Bis 1945 war der SS-Obersturmführer im Sicherheitsdienst tätig, unterwanderte danach als V-Mann von MI6 und dem Vorläufer des BND kommunistische Organisationen – um sich 1951 auch noch vom KGB anwerben zu lassen. Der Auftrag: Eindringen in die von der CIA geführte Organisation Gehlen. Ein Motiv: pure Geldgier. Im BND stieg er ironischerweise bis zum Leiter der Gegenspionage Sowjetunion auf und verriet alles und jeden an Moskau. 1961 wurde Felfe enttarnt und verhaftet, siedelte aber schon 1969 nach einem Agentenaustausch in die DDR über, wo er wieder Karriere machte: Er arbeitete für die Stasi, schrieb für den KGB ein Enthüllungsbuch und lehrte bis 1991 Kriminalistik an der Humboldt-Universität.

Bodo v. Hechelhammer, geboren 1968 in Darmstadt, ist Historiker. Als lang-jähriger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) leitet er inzwischen als Chefhistoriker das Historische Büro im BND.

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© Bert_Borstelmann

Vortrag des Historikers Prof. Dr. Andreas Rödder (Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Begleitprogramm zur Ausstellung „Angst. Eine deutsche Gefühlslage?“
In Kooperation mit dem S. Fischer Verlag

Deutschland steckt in einem Dilemma. Allenthalben wird erwartet, dass es politische Führung übernimmt, doch wenn es dies tut, ist der Vorwurf der deutschen Dominanz vorprogrammiert. Der renommierte Historiker Andreas Rödder erzählt die Geschichte, die dahintersteht: die Geschichte der „deutschen Stärke“ in Europa, die alle Katastrophen des 20. Jahrhunderts überlebt hat, die Geschichte deutscher Selbstbilder als Kulturnation und die Geschichte der vielen zwiespältigen Gefühle der Nachbarn gegenüber Deutschland – die bis heute präsent sind. Wie kann Deutschland mit diesen Ambivalenzen umgehen? Wie lassen sich deutsche Stärke und europäisches Gemeinwohl vereinbaren? Und wie kann Deutschland zu einem starken Europa beitragen?
Mit seinem brillanten Blick auf die Geschichte der letzten 150 Jahre erklärt Andreas Rödder in seinem Buch „Wer hat Angst vor Deutschland?“ überzeugend auch das aktuelle Dilemma Deutschlands in Europa – und entwickelt Vorschläge, wie das Problem zu lösen ist.

Der Historiker Andreas Rödder, geboren 1967, ist seit 2005 Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Autor zahlreicher Sachbücher.

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© Stiftung Haus der Geschichte / Punctum, Hoyer

Kurze Ausstellungsbegleitung und Gespräch
mit Dr. Anne Martin (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig)

Die neue Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums befasst sich in erster Linie mit der Geschichte der DDR und dem Umbruch 1989/90 und seinen Folgen. Im letzten Ausstellungsbereich aber geht es um aktuelle Entwicklungen und Probleme. In welchem Kontext stehen die aufgegriffenen Themen zu dem davor Erzählten? Welchen Sinn macht es, in einer historischen Ausstellung auch auf die Gegenwart einzugehen? Forum live begibt sich in der Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums auf die Suche nach Antworten.

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Wir bieten technisch bestens ausgestattete Räume für Veranstaltungen unterschiedlichster Art und Größe. Alle Räume sind barrierefrei und Nichtraucher-Räume. Buchen Sie das Foyer, den Saal oder die Seminarräume.