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Dokumentarfilm (Deutschland 2023, 45 Min, Regie: Heike Sittner)

In den 1980er Jahren begann in der Musikgeschichte eine neue Zeitrechnung: „MTV – Music Television“ ging in den USA auf Sendung. In der Bundesrepublik entstanden etwas zeitversetzt einzigartige Videoproduktionen und der erfolgreiche Musik-Kanal „VIVA“. Auch in der DDR wurden Ende der 1980er Jahre Musikclips gedreht und im sozialistischen Programm ausgestrahlt. 
Mit Musiksendungen wie „STOP! Rock“ oder „Bong“ versuchte das Fernsehen der DDR West-Pendants zu etablieren, um bekannte einheimische Bands wie Karat, Puhdys oder Silly modern zu präsentieren. Titel mit Hitpotential wurden als Musikclips nach westlichem Vorbild inszeniert und von jungen Regisseurinnen und Regisseuren des Fernsehens der DDR produziert. Da hinter der Clipproduktion keine Industrie stand, lief sie vielfach über Improvisation, Bekanntenkreise oder Zufälle. So entstanden zahlreiche Unikate, die zwar heute oft zum Schmunzeln anregen, aber in ihrer Zeit für die beteiligten Musikerinnen und Musiker ein aufregendes Abenteuer darstellten.