1945-49 |
Wiederaufbau und Wirtschaft: Marshallplan |
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Am 5. Juni 1947 schlägt der amerikanische Außenminister George C. Marshall das European Recovery Program (ERP) vor. Das ERP soll den wirtschaftlich darniederliegenden Ländern Europas, auch den deutschen Besatzungszonen, wieder auf die Beine helfen und darüber hinaus auch eine Ausbreitung des Kommunismus verhindern. Einzige Voraussetzung für die Realisierung dieses sogenannten Marshallplans ist, dass sich die europäischen Länder auf einen gemeinsamen Wirtschaftsplan einigen. An der Marshallplan-Konferenz im Juli 1947 in Paris nehmen 16 europäische Staaten teil. Die ebenfalls eingeladenen osteuropäischen Länder müssen ihre Teilnahme jedoch unter dem Druck der UdSSR absagen. Die Hilfsleistungen der USA bestehen nicht nur aus Krediten, sondern auch aus Waren, Rohstoffen und Lebensmitteln. Zwischen 1948 und 1952 werden von den USA insgesamt rund 12,4 Milliarden Dollar im Rahmen des Marshallplans bereitgestellt. Davon fließen 1,5 Milliarden Dollar nach Westdeutschland. Viele deutsche Wirtschaftszweige, besonders Kohlebergbau und Energiewirtschaft, erhalten dadurch wichtige Wachstumsimpulse. Der Marshallplan stellt jedoch auch eine Zäsur des Kalten Krieges und der Westintegration der späteren Bundesrepublik Deutschland dar. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |