Besucher betrachten Fotografien von Daniel Biskup in der Ausstellung "Nach dem Mauerfall"
Vergangene Ausstellung

14.02.2019–06.10.2019

Nach dem Mauerfall

Daniel Biskup. Fotografien 1990–1995

In einer Zeit gesellschaftlicher, politischer und kultureller Transformation nimmt der Fotograf Daniel Biskup die Menschen in den Blick: Seine Fotos zeigen ihren Alltag mit Hoffnungen, Ängsten und Visionen. So zeichnet er ein eindrucksvolles Stimmungsbild der ersten Jahre nach dem Fall der Mauer im Osten.

Wie gestaltet sich die Zeit nach der Wiedervereinigung? Wie erleben die Menschen den Wandel der Konsumwelt? Der Alltag ist geprägt von einem ambivalenten Umgang mit der Vergangenheit, einer neuen politischen Landschaft und tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeits- und Berufswelt. Die Ausstellung wirft einen Blick auf den desolaten Zustand der Infrastruktur, die die DDR zurückgelassen hat. Sie zeigt aber auch beeindruckende Porträts und Szenen des Alltags – und damit die Dynamik und Energie der Menschen in der Zeit der Transformation.

Wir präsentieren in unserer Ausstellung bisher unveröffentlichte Bilder des Fotografen Daniel Biskup, die auf Reisen durch Ostdeutschland von 1990 bis 1995 entstanden sind.

Daniel Biskup gehört zu den bedeutendsten deutschen Fotojournalisten und Dokumentarfotografen der heutigen Zeit. Schon als Jugendlicher fotografiert er in seiner Heimatstadt Bonn das Zeitgeschehen. Die Friedensdemonstrationen und besetzte Häuser sind seine ersten Motive. Mit seinen Bildern zur deutschen Wiedervereinigung gelingt ihm 1989/1990 der Durchbruch als Fotograf.

Fotograf Daniel Biskup im Interview
Einblicke
Ein junger Mann lehnt sich nachdenklich über sein Motorrad.
Junger Punk mit roten Haaren und schwarzem Pullover
Ein kleiner LKW mit Werbung für Zigaretten. Auf dem Werbeplakat bietet ein junger Mann einem Geschäftsmann eine Zigarette an.
Blaues Verkehrsschild, das den Weg zur Hauptstadt Berlin angibt und nach links zeigt.
Fotografie in schwarz-weiß. Darauf sind zwei Frauen zu sehen. Die linke hält ein Plakat hoch, auf dem steht: Ossi. Bürger zweiter Klasse? Die rechte Frau schaut die linke Frau an.
Plakat zur Ausstellung

Begleitungen

Angebote zur Ausstellung
Menschen in einem hell erleuchtetem Veranstaltungsraum.

Veranstaltungen

Welche Kontinuitäten, Brüche und Veränderungen kennzeichnen das gesamtdeutsche Zusammenleben 30 Jahre nach dem Mauerfall? Wie hat sich Deutschland insbesondere in den letzten Jahren verändert und wo steuert es hin? Wir bieten begleitend zur Ausstellung eine Vielzahl an Veranstaltungen an. Auf unserer Website veröffentlichen wir jeweils die aktuellen Termine.

Zu den Veranstaltungen

Buchbare Begleitungen

Wie gehen die Menschen in Ostdeutschland nach dem Mauerfall mit der neuen Freiheit und dem Verlust von Altbekanntem um? Daniel Biskup hält in seinen Bildern Menschen, Landschaften und Städte in Momenten radikaler Veränderung fest. Für Schulklassen und Gruppen ab 10 Personen bieten wir kostenfreie Begleitungen durch die Fotoausstellung an, die über unseren Besucherdienst buchbar sind.

Weitere Informationen

„Test the West?“ Perspektiven nach dem Mauerfall

Workshop für Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse

Als die Deutschen am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung feiern, stehen besonders den Ostdeutschen große Umbrüche in allen Lebensbereichen bevor: Arbeiten, Einkaufen, Freizeit, Wohnen, Reisen, Verkehr und vieles mehr. Wie lassen sich in Biskups Fotografien Spuren dieses Umbruchs erkennen? Wie spiegeln sich Hoffnungen und Sehnsüchte, aber auch Enttäuschung oder Sorgen in den Bildern? Im Workshop gehen die Schülerinnen und Schüler diesen und weiteren Fragen nach und setzen sich mit  unterschiedlichen Perspektiven der bewegten Zeit des Umbruchs in Ostdeutschland auseinander.

Zum Workshop

Leben an der Mauer: Die Oderberger Straße

Kiezspaziergang

Die heute bei Touristen beliebte Oderberger Straße ist bis 1989 eine Sackgasse, die an der Mauer endet. Wegen ihrer Aussichtsplattform auf der West-Seite wird sie nicht nur zum „Schaufenster in den Osten“, sondern steht auch unter besonderer Beobachtung des SED-Regimes. Die Oderberger Straße erzählt noch heute vom alltäglichen Leben der 1970er und 1980er Jahre in der DDR. Bei einem Kiezspaziergang begeben wir uns vorbei an Läden, Kneipen und einer Badeanstalt auf Spurensuche.

Weitere Informationen