Veranstaltungen und Termine

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JUN
2022
Juni 2022

Wohl kaum ein anderer Berliner Kiez hat so viel Veränderung in den vergangenen Jahren erlebt, wie die Straßen und Plätze um die Kulturbrauerei im Berliner Prenzlauer Berg. Doch wer genau hinschaut, entdeckt hier und da noch immer spannende Spuren seiner DDR-Vergangenheit.

Diese gilt es im Rahmen des neuen Angebots im Museum in der Kulturbrauerei gemeinsam zu erkunden: Welche Namen tragen eigentlich die beiden berühmten Ostberliner Ampelmänner? Wie behalf man sich, wenn die Altbauwohnung der Eltern am Kollwitzplatz über keine Dusche verfügte? Und inwiefern war Recycling schon für Kinder in der DDR ein wichtiges Thema?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Kiezspaziergangs. Anhand verschiedener Stationen erfahrt ihr, wie sich das Leben während der deutschen Teilung im Kiez gestaltete und welchen Herausforderungen Kinder in der DDR in ihrem Alltag zu begegnen hatten.

Juli 2022
© Hanser Berlin
© Paula Winkler

Autor Daniel Schulz im Gespräch mit Katharina Warda, Soziologin und Literaturwissenschaftlerin

Er ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht. Während viele sich nach Freiheit sehnen, hat er Angst: vor den Imperialisten und Faschisten, vor denen seine Lehrerinnen ihn gewarnt haben. Vor dem, was kommt und was er nicht kennt. Wenige Jahre später wird er wegen seiner langen Haare von Neonazis verfolgt. Gleichzeitig trifft er sich mit Rechten, weil er sich bei ihnen sicher fühlt. So sicher wie bei Mariam, deren Familie aus Georgien kommt und die vor gar nichts Angst hat. Doch er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. 
Wir waren wie Brüder ist eine drastische Heraufbeschwörung der unmittelbaren Nachwendezeit – und ein nur allzu gegenwärtiger Roman über die oft banalen Ursprünge von Rassismus und rechter Gewalt. 

Daniel Schulz, 1979 in Potsdam geboren, wuchs in einem brandenburgischen Dorf auf. Er studierte Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig. Nach ersten Stationen bei Zitty, Märkische Allgemeine und Freies Wort ging er zur taz, wo er heute das Ressort Reportage leitet. 2018 erhielt er den Reporterpreis und 2019 den Theodor-Wolff-Preis. 

Katharina Warda wurde 1985 in Wernigerode geboren und wuchs dort auf. Sie studierte Soziologie, Germanistische Literaturwissenschaft und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation.
Warda arbeitet als freie Autorin mit Schwerpunktthemen Ostdeutschland, marginalisierte Identitäten, Rassismus, Klassismus und Punk.

Von 18:00-19:00 Uhr laden wir anlässlich der Lesung zum Besuch unseres Probeaufbaus „In Arbeit“ ein. Das Museum in der Kulturbrauerei bereitet bis 2024 eine neue Dauerausstellung vor. Sie zeigt den Alltag in der späten DDR und wie sich nach der friedlichen Revolution 1989 die Lebenswelten in Ostdeutschland verändern. Mit dem Probeaufbau testen wir am Beispiel des Themas „Jung sein“, wie die neue Dauerausstellung aussehen könnte.

Anmeldung

Informationen zur Veranstaltungsfotografie