Ausschnitt aus dem Plakat zur neuen Dauerausstellung
Junge Frau in der Ausstellung vor Vitrine mit Roboter
Zwei Jugendliche posieren bei einem ehemaligen Grenzabschnitt in Berlin.

Dauerausstellung

Unsere Geschichte

Diktatur und Demokratie nach 1945

Zur Dauerausstellung

05.05.2022 - 08.01.2023

#DEUTSCHLANDDIGITAL

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Zur Wechselausstellung

Bis März 2023

NIEMANDSLAND UND MUSTERDORF

Fotoreportagen von Bettina Flitner 1990/2014

Zur Fotoausstellung

Eintritt frei

Der Eintritt zum Museum und allen Ausstellungen ist kostenlos.

Aktuelles
Jetzt lesen

Museumsmagazin 2/2022

Das neue Museumsmagazin ist da! Im Fokus steht das Thema Nachhaltigkeit bei uns im Museum.

Ausgabe lesen

Information

Wegfall der Corona-Regeln

Unser Museum ist für alle zugänglich. Wir empfehlen weiterhin das Tragen einer Mund-Nasen-Maske.

Junger Mann in pinkfarbenen ärmellosem Top sitzt auf Motorroller. und schaut in die Kamera.
NIEMANDSLAND UND MUSTERDORF

Fotoreportagen von Bettina Flitner 1990/2014

Entdecken Sie zwei Fotoreportagen, die Einblicke in das widersprüchliche Lebensgefühl im Osten Deutschlands seit dem Ende der DDR geben.

Zur Fotoausstellung

Kommende Veranstaltungen

Mit Prof. Ursula Klingmüller (Leiterin der Abteilung „Systembiologie  der Signaltransduktion“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg und Mitglied im Deutschen Ethikrat, angefragt), Prof. Hans Lehrach (Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin), Prof. Dr. Arno Villringer (Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und Leiter der Tagesklinik am Universitätsklinikum Leipzig) 
Moderation: Lilo Berg (Wissenschaftsjournalistin, Berlin)
In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig

Erbgut, Lebensstil, Geschlecht und Alter – es gibt viele Faktoren, die unsere Gesundheit und den Verlauf von Krankheiten beeinflussen. Die Gesundheitsforschung entwickelt sich immer stärker dahin, diese individuellen Voraussetzungen zu berücksichtigen und daraus maßgeschneidert die Bedürfnisse für die Einzelne oder den Einzelnen abzuleiten. Jeden Menschen individuell bestmöglich zu behandeln – die Vision rückt näher. Die sogenannte personalisierte Medizin erfasst schon jetzt die eigenen biologischen Voraussetzungen und den Lebensstil, sie vermisst das Erbgut oder die speziellen Merkmale von erkranktem Gewebe. In Zukunft will sie noch mehr: Sie will virtuelle Patientinnen und Patienten bauen. Anhand von komplexen Computermodellen soll sie Erkrankungen hochpräzise vorhersagen und Ärztinnen sowie Ärzten helfen, die maßgeschneiderte Therapie zu berechnen. Aber wie realistisch ist das? Lassen sich damit Kranke tatsächlich erfolgreicher behandeln – und wenn ja, zu welchem Preis? Was bedeutet die neue Medizin für jede und jeden von uns? Wie steht es um das Vertrauen zu Ärztinnen und Ärzten? Und was passiert mit den Daten?
 

Zum Veranstaltungsflyer

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

Inke Sommerlang
Inke Sommerlang
Jonas Galm
Jonas Galm
Lina Klöpper
Lina Klöpper
Simon Stursberg
Simon Stursberg
Marsha Richarz
Marsha Richarz
Nils Straatmann
Nils Straatmann

Poetry Slam 
mit Lina Klöpper, Marsha Richarz, Nils Straatmann, Simon Stursberg (alle Leipzig) und Jonas Galm (Hildesheim)
Moderation: Inke Sommerlang (Leipzig)

In Kooperation mit Livelyrix e. V. 

Hasskommentare sind laut und drängen sich in den Vordergrund. Das Netz und die sozialen Medien sind voll von rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder anderen menschenverachtenden Kommentaren. In der (vermeintlichen) Anonymität des digitalen Raums fallen Beleidigen und Bedrohen besonders leicht. Zum Teil mit einschneidender Wirkung: Hassrede kann die Adressatinnen und Adressaten schwer treffen, sogar Leben zerstören. Hingegen sind konstruktive und positive Kommentare im Netz oft leise und treten angesichts der Wucht des Hasses in den Hintergrund. 

Beim Hatespeech Slam am 30. September wollen wir den diskriminierenden Aussagen etwas Lautes entgegensetzen und ihnen mit Poesie begegnet. Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig und der Livelyrix  e. V. holen Poetinnen und Poeten auf die Bühne, die sich mit Hasskommentaren auf kunstvolle und wortgewandte Weise auseinandersetzen. Sie verarbeiten eigene erhaltene Kommentare und Erfahrungen und lassen die Perspektive der Betroffenen laut werden – mit Sensibilität, Ernst und auch Humor. 

Der Hatespeech Slam ist angelehnt an einen Poetry Slam, wobei die Autorinnen und Autoren mit ihren Texten gegeneinander antreten. Schließlich entscheidet das Publikum, welcher Text den Hass ganz besonders leise werden lässt.

Wenn Sie von Hatespeech betroffen sind und Unterstützung suchen, können Sie sich an die Organisation HateAid wenden:

Tel. 030/252 088 38 
Erreichbarkeit: Mo 10–13 Uhr, Di 15–18 Uhr, Do 16–19 Uhr 
https://hateaid.org/betroffenenberatung/


Livelyrix e. V., gegründet 2005, hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische Literatur lebendig, vielfältig und neuartig zu inszenieren und eine breite Öffentlichkeit in den Veranstaltungsprozess einer freien Literaturszene einzubinden. Der Verein organisiert jährlich über 100 Literaturveranstaltungen in soziokulturellen Zentren, Clubs und Theaterhäusern in Leipzig, Dresden und Jena und erreicht ca. 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

Porträtfoto der Verlegerin Anne König
Verlegerin Anne König, Foto: Robert Stürzl
Eingangsbereich der Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
Blick in die Dauerausstellung des ZFL, Foto: Punctum

Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Anne König, Verlegerin und Autorin (Leipzig)
 

Die Zeit zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung erlebten viele Menschen in der DDR als eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffnungen und Zukunftsängsten. Diese Spannung zog sich durch die frühen 1990er Jahre, in denen sich in viele Biografien die Extreme einschrieben: Weggehen und Wiederkommen, Neuanfang und Scherbenhaufen, Versöhnung und Gewalt.

Die Leipziger Verlegerin und Autorin Anne König erlebte den Herbst und Winter 1989/90 mit seinen Massendemonstrationen als Volontärin der Thüringischen Landeszeitung in Weimar. Im September 1990, kurz vor der Wiedervereinigung, zog sie nach Leipzig. Während am Abend des 2. Oktober in der Innenstadt die offiziellen Feierlichkeiten über die Bühne gingen, beobachtete sie dort gewaltsame Übergriffe von Rechtsradikalen und schrieb in ihrem Tagebuch darüber. Später erschien daraus ein Textauszug in dem Band „Das Jahr 1990 freilegen“. In den Nachwendejahren, die von ständiger Gewalt zwischen Linken und Rechten geprägt waren, wohnte Anne König unter anderem in einem besetzten Haus in Leipzig-Connewitz.

Während eines Rundgangs durch die Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig am 3. Oktober 2022 berichtet Anne König unter anderem, wie sie die Umbrüche von 1989/90 erlebte, wie ihr Studiengang in Leipzig nach dem ersten Semester abgewickelt wurde, von Studentenprotesten, Demonstrationen gegen den Irakkrieg und den Weg zum eigenen Verlag.


Anne König lebt seit 1990 mit Unterbrechungen in Leipzig. Sie gründete 2001 gemeinsam mit Markus Dreßen und Jan Wenzel den Verlag Spector Books. Sie ist die Herausgeberin des literarischen Hauptwerks des amerikanischen Undergroundfilmemachers Jonas Mekas „I Seem to Live. The New York Diaries, 1950–2011“. Gemeinsam mit dem Comiczeichner Nino Bulling veröffentlichte sie „Bruchlinien – Drei Episoden zum NSU“. Zurzeit bereitet sie mit Anselm Graubner den Foto-Text-Band „Der kurze Winter der Anarchie. Weimar 1989/90“ vor.

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

Buchcover "Drei Frauen träumten vom Sozialismus"
Buchcover "Drei Frauen träumten vom Sozialismus"
Carolin Würfel, Foto: Lea Hopp
Carolin Würfel, Foto: Lea Hopp
Annegret Richter, Foto: Martin Jehnichen
Annegret Richter, Foto: Martin Jehnichen

Lesung und Gespräch mit der Autorin Carolin Würfel, Moderation: Annegret Richter (Moderatorin, Leipzig)
In Kooperation mit dem Carl Hanser Verlag
 

Christa Wolf, Brigitte Reimann, Maxie Wander – waren sie Träumerinnen oder Macherinnen, diese drei Frauen, die zu Ikonen der DDR-Literatur wurden? In einem atmosphärischen Porträt zeigt Carolin Würfel drei Schriftstellerinnen, die im Temperament unterschiedlicher kaum sein konnten und die doch eines einte: die Begeisterung für das Versprechen des Sozialismus, die Bereitschaft, den Traum vom neuen Menschen in ihrem Alltag, ihrer Arbeit und ihren Beziehungen umzusetzen. Mit welchem Selbstbewusstsein diese Frauen in den 1950er und 1960er Jahren ihre Ziele verfolgten, sich dabei als Freundinnen stützten – wie und warum ihre Träume aber auch platzten, davon erzählt Carolin Würfel und lässt ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden. 


Carolin Würfel, geboren 1986 in Leipzig, studierte Geschichte und Publizistik in Berlin und Istanbul. Sie arbeitet als freie Autorin und Journalistin, insbesondere für die Wochenzeitung Die Zeit. 2019 erschien von ihr „Ingrid Wiener und die Kunst der Befreiung“.

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

AudioGuide
Eine Hand hält ein Smartphone mit dem AudioGuide zur Dauerausstellung auf dem Display.

AudioGuide zur Dauerausstellung

Ob zu Hause, unterwegs oder im Museum: Unseren AudioGuide zur Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum können Sie online jederzeit abrufen. Der AudioGuide ist verfügbar in vier verschiedenen Sprachen, in Leichter Sprache, in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Audiodeskription.

Zum AudioGuide

 

Sie können sich auch für den Newsletter aus dem Haus der Geschichte und unseren Berliner Newsletter aus dem Tränenpalast und dem Museum in der Kulturbrauerei anmelden.

Direktorin Uta Bretschneider bei einem Live-Rundgang in der Dauerausstellung