Was bewegt die Menschen in Ostdeutschland? 35 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigt die Ausstellung zwei Fotoserien, die aus ostdeutscher Perspektive auf Ostdeutschland blicken. Sie gehen der Frage nach, wie Menschen zu ihrer Heimat stehen, wo Spuren der DDR sichtbar bleiben und sich Orte verändern.
Die Berliner Fotografin Sophie Kirchner porträtiert in ihrer Serie “Bleiben” seit 2021 junge Männer in den ostdeutschen Bundesländern und lässt sie zu Wort kommen: Sie erzählen vom Gehen, Bleiben und Zurückkommen, von politischen Entwicklungen und ihrem Engagement in Vereinen und Subkulturen.
Philipp Baumgarten dokumentiert in seinem Fotoarchiv “mitteldeutsch” zwischen 2005 und 2022 Alltagssituationen und Momentaufnahmen vornehmlich in seiner Heimat Zeitz. Dabei beobachtet er, was beständig bleibt und wie sich Orte im ländlichen Raum zugleich verändern.
Die Fotografien werden erstmals gemeinsam gezeigt. Im Wechselspiel entsteht eine Bestandsaufnahme Ostdeutschlands.
Einblicke
Ausstellungsbegleitung
späti! - Kultur nach Feierabend
Eintritt frei / Anmeldung erforderlich
Mit unserer Reihe späti! laden wir Sie einmal im Monat abends zu uns ins Museum ein:
Um 18.00 Uhr erkunden wir gemeinsam bei einem Getränk die Ausstellung „Ostblicke. Fotografien von Sophie Kirchner und Philipp Baumgarten" und erfahren mehr über die Hintergründe der Fotoserien, über die Geschichten hinter den Fotografien und den Blick auf Ostdeutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung.
Zu ausgewählten Terminen begleiten uns dabei spannende Gäste und kommen mit uns ins Gespräch.
Das Angebot ist kostenfrei und die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Gespräch Atelier
„Hier oder woanders?“ - Gen Z und die Frage nach einem guten Leben im Osten
Eintritt frei / Anmeldung erforderlich
Filmscreening, Podium und Publikumsgespräch mit Lisa Trebs und Vanessa Beyer (k_einheit) sowie Valentin Rühlmann (fack e.V.) und Tim Sachse
Für viele junge Menschen der Generation Z ist das Aufwachsen in Ostdeutschland keine neutrale Ausgangslage. Ungleiche Chancen, dünne Infrastrukturen und begrenzte Perspektiven stehen starkem Zusammenhalt, lokalem Engagement und dem Wunsch gegenüber, den eigenen Ort nicht aufzugeben. Daraus entsteht die zentrale Frage: bleiben, gehen oder später zurückkehren?
Diese Entscheidungen bewegen sich im Spannungsfeld von Transformationsfolgen, sozialen und ökonomischen Zwängen sowie der Erfahrung, dass Verantwortung „für die Region“ oft individualisiert wird, während strukturelle Veränderungen ausbleiben. Gleichzeitig zeigen die persönlichen Hoffnungen auf ein gutes Leben, dass viele junge Menschen aktiv handeln und selbst Perspektiven vor Ort entwickeln.
Die Seriendoku „K_einheit – Wie die Gen Z über den Osten denkt“ fängt die Erfahrungen junger Menschen zu Fragen von Zugehörigkeit, Teilhabe und Handlungsspielräumen ein. An diesem Abend setzen kurze Ausschnitte aus der Dokumentation Impulse für einen gemeinsamen Austausch zwischen den Protagonist*innen, den Filmemacher*innen und dem Publikum.
Lisa Trebs und Vanessa Beyer (k_einheit): Lisa und Vanessa sind Teil der ostdeutschen Gen Z und setzen sich dafür ein, dass ihre Generation und Region aktiv mitreden können. Junge Stimmen macht sie laut und hörbar - als Gründerinnen der Bildungsinitiative k_einheit und als politische Bildnerinnen und Moderatorinnen.
Valentin Rühlmann (fack e.V.): Valentin baut als Geschäftsführer von fack e.V. Ökosysteme für junge Changemaker - Strukturen, in denen junge Menschen Wirkung entfalten, Verantwortung übernehmen und Wandel gestalten können. Fack e.V. begleitet junge Menschen bei eigenen Projekten, die Kooperation, Verantwortung und Vielfalt fördern.
Tim Sachse: Tim beschreibt als Protagonist der Doku k_einheit die Ambivalenz ostdeutscher Identität irgendwo zwischen "Ich will nicht weg" und "Woanders ist es bestimmt besser". Es geht ihm dabei um Ungleichheit, Gerechtigkeit und Repräsentation.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Ausstellungsbegleitung
späti! - Kultur nach Feierabend
Eintritt frei / Anmeldung erforderlich
Mit unserer Reihe späti! laden wir Sie einmal im Monat abends zu uns ins Museum ein:
Um 18.00 Uhr erkunden wir gemeinsam bei einem Getränk die Ausstellung „Ostblicke. Fotografien von Sophie Kirchner und Philipp Baumgarten" und erfahren mehr über die Hintergründe der Fotoserien, über die Geschichten hinter den Fotografien und den Blick auf Ostdeutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung.
Zu ausgewählten Terminen begleiten uns dabei spannende Gäste und kommen mit uns ins Gespräch. An diesem Abend ist die Fotografin der Ausstellung Sophie Kirchner zu Gast. Kuratorin Mirjam Manigel führt durch den Abend.
Das Angebot ist kostenfrei und die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Der Link zur Anmeldung wird circa vier Wochen vorab freigeschaltet.
