Nach der Bundestagswahl 1965 ist die CDU/CSU nochmals stärkste Fraktion. Zusammen mit der FDP setzt sie die schwarz-gelbe Regierung unter Bundeskanzler Ludwig Erhard fort. Ein Jahr später zerbricht das Bündnis jedoch und wird ohne Neuwahlen von der ersten Großen Koalition der Bundesrepublik abgelöst.

Wahlkampf

Bereits 1963 ist Konrad Adenauer (CDU) als Bundeskanzler zurückgetreten und Ludwig Erhard übernimmt mitten in der Legislaturperiode das Amt. Erhards Popularität als „Vater des deutschen Wirtschaftswunders“ soll die Unionsparteien 1965 durch den Wahlkampf tragen. Doch es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD. Ihr Kanzlerkandidat Willy Brandt, Parteivorsitzender und Regierender Bürgermeister von Berlin, steht für Fortschritt und Modernität.

Wahlergebnisse

Am 19. September 1965 beteiligen sich 86,8 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger an der Wahl zum 5. Deutschen Bundestag. Die Union kann als stärkste Kraft 47,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Trotz leichter Zugewinne im Vergleich zur Wahl 1961 unterliegt die SPD mit 39,3 Prozent. Als dritte Partei zieht die FDP mit 9,5 Prozent in den Bundestag ein. Eine neue Partei, die 1964 gegründet wird, scheitert an der Fünfprozenthürde. Die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) kann nur 2 Prozent der Wähler von sich überzeugen.

(koi) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 26.02.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Koischwitz, Svea: Bundestagswahl 1965, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de//lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/bundestagswahl-1965.html
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