An die Stelle des Zentralismus der Nationalsozialisten setzen die Alliierten mit der Neugliederung der Länder eine Dezentralisierung der politischen Macht. In allen Besatzungszonen werden durch Verordnungen der Militärregierungen neue Länder geschaffen. Die Alliierten nehmen dabei kaum Rücksicht auf zuvor bestehende Ländergrenzen. Bis heute bestehen die Länder so als Grundelemente der föderativen Ordnung der Bundesrepublik.

Die Länder

Bereits im Juli 1945 bildet die Sowjetische Militäradministration in Ost-Deutschland die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In der US-amerikanischen Zone entstehen im September 1945 Bayern, Hessen, Württemberg-Baden und im Januar 1947 Bremen. Großbritannien errichtet 1946/47 die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Frankreich gründet 1945/46 die Länder Baden, Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz.

Saargebiet

Das Saarland, kurzzeitig Teil der französischen Zone, erhält einen (teil-)autonomen Sonderstatus. Es wird aus dem Hoheitsgebiet der Alliierten herausgelöst und dem französischen Zollgebiet angeschlossen.

Änderungen

1952 schließen sich Baden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden zum Land Baden-Württemberg zusammen. In der DDR werden die Länder 1952 zugunsten von 14 Bezirken aufgelöst. Nach der Wiedervereinigung werden die fünf ostdeutschen Länder 1990 neu geschaffen.

(db, mw) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 22.02.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Blume, Dorlis/Würz, Markus: Länder, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/kapitel/nachkriegsjahre/neuanfaenge/laender.html
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