Nach der Staatsgründung der DDR setzt die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ihre diktatorische Herrschaft durch. Das SED-Regime unter Walter Ulbricht bleibt eng verbunden mit der Sowjetunion, die die DDR in das System ihrer Satellitenstaaten einbindet. Die SED verfolgt gleichzeitig intensiv den Umbau der Gesellschaft nach sowjetischem Vorbild. Hierfür nutzt sie auch Unterdrückung und Gewalt. Einen Volksaufstand gegen seine Herrschaft am 17. Juni 1953 übersteht das SED-Regime nur durch das militärische Eingreifen der UdSSR.

SED-Diktatur

Die SED wandelt sich zu einer "Partei neuen Typus"´, einer straff geführten Kaderpartei nach sowjetischem Vorbild. Sie dominiert Volkskammer sowie Ministerrat und stellt den Präsidenten bzw. Staatsratsvorsitzenden. Um ihre führende Rolle zu rechtfertigen, stellt die SED sich in die Tradition des Antifaschismus, der Abkehr von Faschismus und Nationalsozialismus. Sie erklärt die Sowjetunion zum Vorbild für die DDR und verehrt Stalin. Zur Absicherung seiner Herrschaft baut das SED-Regime das Ministerium für Staatssicherheit auf und setzt die Justiz gegen Opposition ein. Durch den Beitritt zum Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe wie zum Warschauer Pakt wird die DDR wirtschaftlich und militärisch in das System sowjetischer Satellitenstaaten eingebunden.

Volksaufstand

Der von der SED verfolgte gesellschaftliche Umbau der DDR durch den "planmäßigen Aufbau des Sozialismus" sorgt für wachsenden Unmut der Menschen, der sich im Volksaufstand am 17. Juni 1953 entlädt. Er wird durch das sowjetische Militär niedergeschlagen und die SED setzt den sozialistischen Aufbau fort.

Walter Ulbricht

Anders als in den anderen Staaten des "Ostblocks" kommt es in der DDR nicht zu einer "Entstalinisierung". Stattdessen gelingt es Walter Ulbricht, sich bis Ende der 1950er Jahre als führender Mann in Partei- und Staat durchzusetzen.

(mw) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 29.02.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Würz, Markus: Weg nach Osten, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-gruenderjahre/weg-nach-osten.html
Zuletzt besucht am: 11.12.2017

lo